Routine, einmal mehr

Ich weiß gar nicht mehr, mit welcher Ausgabe ich wieder angefangen habe, die ANDROMEDA NACHRICHTEN für den SFCD zu machen … 206? 216? Egal. Es war Ende 2006, also auch schon wieder 11 Jahre her … 11 Jahre à 4 Nummern sind 44 Nummern … Den Rest rechnet ihr gerne selbst.

Die aktuelle Nummer ist dieser Tage in die Druckerei gegangen:

ANDROMEDA NACHRICHTEN 259
SFCD e.V., Murnau, Oktober 2017, 84 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt:
Waldemar Kumming. Ein Nachruf
Angelika Herzog, interviewt von Ralf Boldt

Cons
Ralf Belling: Tervetuloa – Willkommen in Helsinki
Dort.Con – Das Team verabschiedet sich mit einem Fest
Vorsicht, Worldcon! Ein Brief von Jürgen Lautner
Jürgen Lautner: Hinter den sieben Bergen. Die 34. Wetzlarer Tage der Phantastik
Jürgen Lautner: Con~Fetti. Kurznachrichten aus dem Fandom

Fantasy
Cinema
e:Games
Science
Zerrspiegel
Fanzinekurier
Reissswolf

Story:Files
Gard Spirlin: Paradise Prime

Das Titelbild stammt von Andreas Schwietzke.

Erinnerungen: Mein erster Hund

Eigentlich war mein erster Hund gar nicht mein Hund. Anke, meine spätere dritte Frau, brachte das Hundemädchen Kim – heute Kim I. genannt, weil sie bekanntermaßen eine Nachfolgerin hat – mit in die Beziehung. Auf Umwegen. Anke war alleinerziehend mit einem nicht unanstrengenden Kind und gab den Hund ihrem Ex-Mann, der sie wieder weitergab. Und irgendwann stellte sich heraus, dass Kim I. kein Zuhause mehr haben würde, weil ihre Pflegemutter umziehen musste und mit X Katzen und Y Hunden keine Wohnung finden würde. Wir wohnten damals in Pfaffenhofen an der Ilm und klärten die Sachlage mit dem Makler unseres Vermieters (der war ein Arsch, mit dem man nicht reden musste, weil er eh zu allem Nein sagte). Und Kim I. war bei uns.

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Ich hatte die Wahl

Man hat immer die Wahl, heißt es. Selbst in ausweglosesten Situationen wissen Schauspieler in amerikanischen Spielfilmen – und in anderen sicherlich auch –, dass man immer die Wahl habe. Immer.
2017 hatte ich mindestens einmal die Wahl. Nein, eigentlich zweimal. Oder sogar dreimal?
Zum einen hatte ich die Wahl zwischen Wahlraum und Briefwahl.
Zum zweiten bei der Erststimme.
Und zum dritten bei der Zweitstimme.
Eigentlich alles ganz einfach. Kann aber auch zur Qual werden … Continue reading

Kackfrech

Die Phishing-Gangster werden immer frecher. Und leider werden ihre zweifelhaften Produkte – die sogenannten Phishing-Mails – immer perfekter:

Ich habe die Bilder natürlich nicht heruntergeladen. Aber es ist bemerkenswert, wie gut und fehlerfrei das Deutsch inzwischen ist. Und wie frech genau auf die typischen, instinkthaften Reaktionen der Anwender gezielt wird. »Nutzen Sie ein aktuelles Antiviren Programm« – mir als notorischem Korrekturleser fällt zuerst auf, dass »Antiviren Programm« eigentlich zusammengeschrieben gehört; einem »normalen« Anwender fällt vielleicht zuerst ein, dass sein Antivirenprogramm nicht mehr das aktuellste ist. Oder was auch immer.
Und megafrech: »Klicken Sie nicht auf Links von fremden Absendern« und »Geben Sie ihr« (Tippfehler!) »Passwort nicht an Dritte weiter«. Das ist fast schon amüsant bis lustig.

Die Postbank ist keine kleine Bank. Bei mir zieht so eine Phishing-Mail nicht, denn ich bin kein Postbankkunde und werde auch keiner werden. Aber es gibt genug Postbankkunden – und ganz sicher genug, die auf so eine Mail hereinfallen.

Weniger Aufwand

Weniger Aufwand war die Produktion des E-Books zu »Lektüren in Sarajevo«, dem Band 7 der »Werkausgabe Tiny Stricker«, der schon im September 2015 erschienen ist – jaja, so schnell geht das. Und immerhin ist das gedruckte Buch ja eben schon ein Weilchen fertig; da gab es nichts mehr nachzuarbeiten. Das E-Book ist jedenfalls nun auch verfügbar und rundet die bislang erschienenen Bände der Werkausgabe ab:

Mehr Details zum Buch: hier.

Mit ordentlichem Aufwand

Wenn ein Autor, der schon in den 70er Jahren selbst heute noch bekannte Werke veröffentlichte, und ein Präzisionsscheißer als Verleger aufeinander treffen, entsteht ein Buch, in dem jede Menge Arbeit steckt. Diskrepanzen zwischen alter und neuer Rechtschreibung, zwischen Bindestricheritis und Zusammenschreibung, zwischen Klammer oder nicht Klammer … Tiny Stricker und ich haben bei diesem Buch ordentlich miteinander gekämpft. Aber es hat sich gelohnt. Als ich letztens die Fahnenkorrektur machte, fand ich gerade noch drei Tippfehler – und die waren nicht mal wirklich tragisch, wären möglicherweise gar nicht aufgefallen.

Das Buch ist Band 10 der »Werkausgabe Tiny Stricker« in meinem Verlag p.machinery, das zweite Buch dieser Werkausgabe – ja, wir veröffentlichen hier ein bisschen durcheinander –, und noch dazu das letzte Werk, das der Autor verfasst hat. Ich bin letztlich nicht nur froh, dass all die Arbeit Früchte trug, sondern auch stolz, das Buch veröffentlichen zu dürfen.

Alle weiteren Details zum Buch finden sich hier.

Dritte Freude

Ich weiß nicht, wie es anderen Kleinverlegern geht, aber ich freue mich, wenn Kunden … äh, Autoren wiederkommen. Und das gilt natürlich auch für Herausgeber, Zeichner usw. usf.
Zum dritten Mal jedenfalls darf ich bei p.machinery eine Anthologie des Fantasyguide veröffentlichen, einer Internetseite, die schon auf mehr als zehn Jahre Tradition zurückblicken darf. Michael Schmidt hat in diesem Werk einige beeindruckende Storys zusammengestellt, und mit meinem Verlag beweise ich einmal mehr, dass ich Kurzgeschichten liebe und mir die Genres schnurz sind, so lange die Werke wie hier hohe Qualität bieten.

Michael Schmidt & fantasyguide.de präsentieren
DER LETZTE TURM VOR DEM NIEMANDSLAND
Fantasy 24
p.machinery, Murnau, September 2017, 282 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 104 4 – EUR 11,90 (DE)
eBook-ISBN 978 3 7438 3094 3 – EUR 5,99 (DE)

Weitere Details (z. B. die einzelnen Geschichten und deren Autoren) finden sich hier. – Und bekanntermaßen gibt es Ärger mit CreateSpace, was die Veröffentlichung des Buches über deren PoD-Schiene angeht; Genaueres liest der geneigte Leser hier.

Malta: Keinesfalls im Abseits

Dass ich eine besondere Zuneigung zu den maltesischen Inseln empfinde, dürfte inzwischen bekannt sein; wenn nicht, dann jetzt. Ich war fünf Mal dort (1994, 1999, 2005, 2007 und 2009), es war Liebe auf den ersten Blick und Malta hat mir niemals Anlass gegeben, diese Liebe zu überdenken.
Ich bin Mitglied im German Maltese Circle (GMC) und ich wäre gerne viel öfter auf den Inseln*.
Im Übrigen habe ich früh angefangen, Literatur zu sammeln – alles, was sich über Malta und natürlich auch den Malteser Ritterorden finden lässt, findet mein ungeteiltes Interesse – ein Sisyphos-Hobby, ganz ohne Zweifel.
Und in meinem Verlag p.machinery habe ich eine – bislang noch veröffentlichungslose – Reihe namens »ErlebnisMalta«.

Wie, wann und wo ich auf dieses Buch mit dem zunächst ganz leicht irreführend scheinenden Titel »Abseits Malta« gekommen bin, weiß ich nicht mehr. Den Kontakt zu Bettina und Christian Launer – die in der DMG in Altenau aktiv sind – herzustellen, war indes nicht schwierig. Und auch die Idee, dass ich mich an der Vermarktung des Buches beteilige, war recht schnell umgesetzt.
Das Buch gibt es also zum Preis von 12,- Euro bei mir zu erwerben; oder bei Amazon (für all diejenigen, die nicht mailen möchten):

ABSEITS MALTA

Inhaltlich ist das Buch – das mich auch interessiert, weil ich hoffe, dass ich nach dem Abverkauf der ersten Ausgabe die zweite machen darf – etwas ganz Besonders, wie schon der Inhalt zeigt:

Es ist schon so, dass eine Reihe der beschriebenen … hm, nennen wir sie ruhig Sehenswürdigkeiten nicht auch in »normalen« Reiseführern erwähnt würden. Einer der wesentlichen Unterschiede ist bei »Abseits Malta« jedoch die Ausführlichkeit der Beschreibungen, umfangreiches Bildmaterial – das sich die Reiseführerautoren und -verlage bei »Kleinigkeiten« gerne sparen – und vor allem: Längen- und Breitengradangaben bis auf die Sekunde genau. Ausgerüstet mit einem GPS-fähigen Navigationsgerät findet man auch die ausgefallensten und unauffälligsten Besonderheiten auf den Inseln garantiert.

Das Buch eignet sich für jeden Malta-Besucher, der mehr Zeit hat als den Ein-Tages-Stopp einer Mittelmeerkreuzfahrt oder die Ein-Wochen-Pauschalreise. Neben einem »normalen« Reiseführer sollte man sich dieses Buch als Erweiterung und Vervollständigung gönnen, nicht zuletzt, weil die beschriebenen Sensationen die Begeisterung für die Inseln südlich von Sizilien festigen können

* Das scheitert vor allem am Zeitmangel, denn aufgrund der Tatsache, dass ich keinen Urlaub ohne unsere Hunde machen will, bräuchten wir Zeit für einen Trip mit einem Wohnmobil oder überhaupt mit einem Auto, was hin und zurück leicht eine Woche kosten dürfte. – Aber ich sehe optimistisch in die Zukunft.