Rot, wirklich rot

Ich habe für Dirk C. Fleck ja ein ganz spezielles Buch gemacht: »Alles auf Rot«. Speziell, weil es ein sehr persönliches, sehr autobiografisches Buch ist. Speziell auch, weil es das Buch nicht zu kaufen gibt. (Eigentlich … siehe unten …).

Dirk hat mir erste »Kritiken« geschickt, von denen sich die meisten auf das Buch selbst beziehen; diese möchte ich hier nicht veröffentlichen, denn es sind Dirks ganz eigene »Kritiken«.
Eine jedoch betrifft eher mich:

Es ist ein wunderbares Buch.
Und genauso schön ist es. Man könnte sich keinen besseren Verleger vorstellen.
Hat man dieses Buch erst mal in der Hand – ich war verblüfft von seiner Schönheit.
Der Schutzumschlag, selbst das Cover vom Buch an sich – genial!
Das Format, das Blatt, die Schrift, Gewicht – alles stimmt – es passt einfach zum Buch!!
Und dazu noch: das Leseband!!! So macht Lesen Spaß!!
Mein Lob gilt Dirk für dieses so überaus wertvolle Buch – aber auch dir, Michael Haitel!!
Chapeau!!!

Ich bin längst über das Alter hinaus, in dem mich Komplimente verlegen gemacht haben, in denen ich bei so was rot geworden bin.
Aber ich bin nah dran …

P.S.: Das Buch findet sich als Sammlerstück auf Amazon: Alles auf Rot. Eine Geschichte von Sucht und Sehnsucht. Der Erlös dieses Verkaufs kommt einem »guten Zweck« in Dirk C. Flecks Sinne zugute.

Krimistöffchen

Eigentlich ist die Reihe »Action, Thriller, Mystery« nicht ganz der richtige Ort für einen Krimi, auf der anderen Seite … Das mit dem »Thriller« passt schon.
K. K. ist freilich ein Pseudonym. Und in meinem Verlagsprogramm kein Neuling – ein Buch gab es schon: »Wie ein Echo in meinem Kopf«. Auch ein Krimi. Oder Thriller. Egal.
K. K. kam dann irgendwann mit der Idee, drei seiner Krimis in einem Buch zu veröffentlichen. Wie nennt man das noch? Omnibus, oder? Egal. Der eine Roman war sein »Echo«, der zweite der aktuelle »Ausgetrickst« – siehe unten – und der dritte entpuppte sich als überarbeitungsbedürftig. Ergo: Aufgrund der Tatsache, dass das »Echo« gerade erst 2015 erschienen war und der dritte Roman »Die Maske des Bösen« einer Nachbehandlung bedarf, entschieden wir, »Ausgetrickst« als eigenständiges Buch auf den Markt zu bringen.
Und K. K. hatte es eilig. Ständig belagerte ihn die Presse, und er will das Buch für einen Film vorschlagen. Nun ja – die üblichen Freuden eines Verlegers ohne Zeit für alles.

Wie auch immer – jetzt kommt erst mal »Ausgetrickst«.

Details zum Buch: hier.

Unauffällig

Das Manuskript war es. Unauffällig. Der Autor auch. Was beides darstellte, zeigte sich später. Stephan Naumann ist jetzt nicht das, was man als »große Nummer« auf dem Buchmarkt bezeichnen würde, aber sein bisheriges Programm kann sich sehen lassen. Klein, aber fein. Sozusagen.
Für sein Manuskript kann ich das auch gelten lassen. Anfangs schien es mir noch … hm, normal. Unbeeindruckend. Das änderte sich dann bei den Arbeiten an dem Werk, und am Ende … Ich rezensiere die Bücher meines eigenen Verlages nicht – das wäre einfach albern, denke ich –, aber würde ich es tun, würde dieses Buch unter einem schlechten Urteil nicht zu leiden haben. Aber wie gesagt … der Leser muss sich hier selbst ein Urteil bilden.

Und um alle Zweifel zu beseitigen: Freunde fantastischer Literatur kommen hier auch zum Zuge. Es ist kein SF-Roman, es ist ein Thriller mit fantastischem Einschlag. Den Rest, wie gesagt …

Details zum Buch: hier.

Fast verhoben

Dass ich mich fast verhoben habe, könnte man mir unterstellen. Ja. Als Patrick Schön das Anthologieforum als eigenständiges Forum einstellen wollte, habe ich zumindest mal die Domain gesichert – zu einer Wiederbelebung eines echten Forums bin ich indes noch nicht gekommen. Allein bei Facebook dümpelt das Ding ein wenig vor sich hin.
Und dann waren da noch die Anthologien …

»2112 – Geschichten aus einer dystopischen Zukunft« erschien schon im August 2014 als AndroSF 42. »Die Schrecken der Vergangenheit« (Horror 6) dauerte dann bis Februar 2017 – und erst in diesen Tagen erscheint auch endlich die letzte von Patrick Schön herausgegebene Anthologieforum-Zusammenstellung mit einer Sammlung fantastischer Krimis: »Unfassbar!« (AndroSF 67).

Das Titelbild ist eine ganz winzige, aber bemerkenswerte Geschichte. Es gab kein Titelbild. Ein Grafiker hat aus seinem fertigen Fundus zwei Bilder geliefert, die mir spontan gefielen – aber nicht für dieses Buch. Auf wen ich mich aber immer verlassen kann, das ist Lothar Bauer: Seine beiden Cops, die nun das Titelbild zieren, kamen quasi von der Stange, waren fertig, haben gepasst – et voilà, endlich habe ich mal wieder ein frisches Lothar-Bauer-Titelbild.

Patrick Schön (Hrsg.)
UNFASSBAR!
Fantastische Krimis
AndroSF 67
p.machinery, Murnau, Juli 2017, 122 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 099 3 – EUR 8,90 (DE)
eBook-ISBN 978 3 7438 2529 1 – EUR 4,49 (DE)

Erinnerungen

Erinnerungen sind Teil unseres Lebens. Und gerade, wenn man älter wird, werden sie immer wichtiger. Und manchmal wünscht man sich vielleicht sogar, sich nicht immer an so viele Dinge zu erinnern, die man einmal erlebt hat.
Hanns Kneifel habe ich nie kennengelernt, ich habe nur wenige seiner Romane gelesen. Eigentlich ist er in Sachen SF für mich fast ein »no name« – und dennoch habe ich keinen Augenblick gezögert, als ich von Rainer Schorm und Jörg Weigand gefragt wurde, ob ich einen Band zum Gedenken herausbringen wolle. Es war einfach keine Frage. Irgendwer würde es sowieso tun, und warum also nicht ich. Immerhin wusste ich von mir, dass ich in der Lage wäre, das Buch in schöner und angemessener Form zu präsentieren.
Rainer Schorm war dabei ein starker und immer präsenter Zuarbeiter, dem viel an diesem Buch zu verdanken ist, das über die reinen Texte hinausgeht. Ansonsten habe ich mir alles gegönnt, was sich für mich zu gehören scheint: das übliche ordentliche Korrektorat, eine homogene Rechtschreibung, ein durchgängiges, klares Layout – und Farbbilder, so sie in Farbe vorlagen. (Nur die Amazon-Ausgabe, die es ohne Extrakosten gibt, ist wie üblich komplett in Schwarz-weiß.)

Rainer Schorm & Jörg Weigand (Hrsg.)
IHN RIEFEN DIE STERNE
Zum Gedenken an Hanns Kneifel
AndroSF 65
p.machinery, Murnau, Juli 2017, 196 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 084 9 – EUR 10,90 (DE)
eBook-ISBN 978 3 7438 2592 5 – EUR 5,49 (DE)

Welten über Welten

Wir haben durchaus ein wenig gerungen, mit dem Titel der neuesten Reihe meines Verlages p.machinery, Frank G. Gerigk und ich. Verschiedene Varianten – darunter eine wahre Textwurst – wurden durchdacht, und am Ende sollte die Reihe einfach nur »Die Welten der SF« heißen. Kurz, prägnant, eindeutig. Und noch ein wenig länger dauerte es, bis auch ich verstanden hatte, dass die Bücher allesamt den Titel »Die Welten des [Autorenname]« tragen würden. Aber am Ende hat’s geschnackelt.

Bis der erste Band – siehe unten – erscheinen konnte, hat es natürlich länger gedauert als geplant. Ein wenig Mitschuld trägt Arndt Drechsler, viel beschäftigter Grafiker, der mehr als einen Entwurf präsentieren musste, bis vor allem mein Herausgeber zufriedengestellt war. Aber ansonsten ist das Projekt gut verlaufen. Und auch der Autor – Rainer Erler, siehe unten, wie gesagt – war erbaut; er hat gemailt:
»Was für ein Buch! Das geheimnisvolle Cover! Das liebenswürdige Vorwort! Die Würdigung des Autors im Klappentext! Und schließlich eine Biografie, auf die noch meine beiden Enkel stolz sein werden. – Der Autor ist also voll des Lobes und bedankt sich herzlich.«
Was möchte man als kleiner Verleger mehr – von einem Mann wie Rainer Erler?

Nun, ich kann es euch sagen: Verkaufszahlen. Also schlagt zu. Die Sammlung ist die derzeit einzige aktuelle und vollständige Sammlung der Erlerschen SF-Geschichten auf dem Markt.

Alle Details zum Buch finden sich: hier.