Eine Art „Notiz für mich“

Ich bin Kabarettfan. Ich mag politisches Kabarett, Kabarett, das sich einfach auf die Gesellschaft bezieht. Ich mag auch Comedy. Stand-up. Poetry Slam. Ich mag witzige Menschen, die witzige Sachen übermitteln. Ich mag nachdenkliche Menschen, die Nachdenkliches mitteilen. Ich mag auch Witzige, die nachdenklich sind, und Nachdenkliche, die es witzig drauf haben.
Und manchmal entdecke ich Kabarettstückchen, die ich mir merken möchte. Also, eine Notiz an mich selbst:

Mehrfach fantastisch

Andreas Eschbach
TEUFELSGOLD
Bastei Lübbe, Köln, 2016, Hardcover mit Schutzumschlag, 511 Seiten, ISBN 978 3 7857 2568 9

VORBEMERKUNG

Gemeinhin bezeichnet man den Text auf der Rückseite eines Buches, der Auskunft über Inhalt, Pressestimmen und manchmal auch puren Unsinn geben soll, als »Klappentext«, obwohl es sich eher um einen »(Buch-) Rückseitentext« handelt. Einen echten »Klappentext« findet man in der Regel heutzutage in Hardcovers mit Schutzumschlag – so auch in diesem Fall.

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Überleben, auch ohne Training

Alexandra Oliva
SURVIVE. Du bist allein
(One Last, 2016)
Fischer Scherz @ S. Fischer, Frankfurt, 2016, aus dem Amerikanischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann, Klappenbroschur, 412 Seiten, ISBN 978 3 651 02473 1

VORBEMERKUNG
Eigentlich wissen die einschlägigen Verlage, die mir Rezensionsexemplare schicken, dass ich SF haben möchte, und ich erhalte aus den guten alten MAGIRA-Zeiten auch immer noch Fantasyliteratur. Bei diesem Buch von Alexandra Oliva ist nicht auszuschließen, dass ich es ausdrücklich angefordert habe, weil mich die Beschreibung lockte. Es ist laut Auszeichnung ein Thriller – mit einem winzigen SF-Element, zugegebenermaßen, das aber das Buch nicht wirklich zu einem SF-Buch macht, denn das SF-Element ist nur Mittel zum Zweck.

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Berichtspunk, Punkberichte

Klaus N. Frick
FÜR IMMER PUNK?
Eine Kurzgeschichten-Sammlung
Hirnkost, Berlin, 2016, Hardcover, 318 Seiten, ISBN 978 3 945398 44 9

VORBEMERKUNG
Klaus Frick kenne ich lange. Ich denke, wir kommen locker auf dreißig Jahre. Andererseits: Kennt man jemanden wirklich, nur weil man ihn vor dreißig Jahren kennengelernt hat? Ich glaube nicht, und bei der Lektüre dieser Kurzgeschichtensammlung (ich schreibe sie in einem Wort) habe ich mich mehr als einmal gefragt, ob Klaus und ich, ob wir uns wirklich kennen.

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