Rise of European Moments

Ich glaube, der Fall der Mauer und der Untergang der DDR hat uns allen irgendeinen europäischen Moment beschert. Grenzen fielen, Mauern verschwanden – nicht für jeden Europäer, nicht gleich, manch einer baute erst einmal Mauern auf, vor allem in Deutschland. »Waaah, die Ossis kommen!«
Klaus Frick schrieb heute in seinem Blog von einem europäischen Moment in den 80er Jahren. Hier.

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Wenn dich die Lexware fickt

Vorbemerkung

Ich betreibe bekanntermaßen einen Verlag. Im Rahmen dieser Verlagsgeschäfte benutze ich seit 2013 die Software »Lexware faktura + auftrag« der Firma Haufe. Grund für diese Anschaffung und den Einsatz dieser Software war der Entzug der Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG durch das zuständige Finanzamt – oder anders ausgedrückt: Ich war auf einmal umsatzsteuerpflichtig bzw. – positiv ausgedrückt – vorsteuerabzugsberechtigt. Gleichzeitig erwies sich die Abwicklung von Buchverkäufen mit MS Word und Textbausteinen (statt Artikelstamm) als zu aufwendig, zeitraubend und vor allem fehleranfällig. Continue reading

Vom Schnabeln

Man kennt das vor allem von Büchern aus kleinen Verlagen, von solchen Büchern, die im modernen Digitaldruckverfahren hergestellt werden. Das hat nichts mit billigem Druck zu tun – nur mit Digitaldruck.

Wenn sich der Umschlag eines Buches aufrollt, spricht man vom »Schnabeln«. Es handelt sich um ein Digitaldruckproblem. Bekannt und nicht wirklich zu beseitigen.
Es entsteht durch die große Hitze im Digitaldrucker. Durch diese wird dem Papier sämtliche Feuchtigkeit entzogen. Später nimmt das Papier allerdings wieder Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft auf. Da das Buch inzwischen gebunden wurde, kann sich der Umschlag nur in einer Richtung ausdehnen. Und deshalb rollt er sich auf – er »schnabelt«.

Ändern kann man daran nicht viel, nicht nur, aber auch, weil die Produktionszeiten immer kürzer werden (müssen). Die Kartonstärke des Umschlags ist ebenso ohne Einfluss auf das Phänomen wie die Art der Kaschur. Die Kartonstärke ist noch insofern problematisch, als die Bedruckung schwieriger wird, je stärker der Karton ist. Und die Kaschur verhindert die Feuchtigkeitsaufnahme aus der Umgebungsluft nicht, weil ein Buchcover in der Regel nur außen kaschiert ist – innen aber eben nicht.

Der einzige Ausweg scheint zu sein, sich Zeit zu lassen. Gibt man dem Umschlag nach dem Druck Zeit, abzukühlen, wieder Feuchtigkeit aufzunehmen, bevor man das Buch bindet und kaschiert, dann könnte das Phänomen entfallen.
Vielleicht gibt es aber für den Fachmann noch andere Tricks. Aber die hat mir Herr Bischoff vom Schaltungsdienst Lange nicht verraten …

Wenn nicht nur Menschen gehen

Während um mich herum immer mehr Menschen sterben, mit deren Präsenz ich aufgewachsen und auch älter geworden bin – zuletzt Götz George und Bud Spencer –, gibt es auch Institutionen aus meinem Leben, die an irgendeinem Tag verschwinden. Während Menschen oft genug überraschend sterben – und auch wenn sie lange krank waren, kam der genaue Zeitpunkt doch immer unerwartet –, kann man bei Einrichtungen davon ausgehen, dass der Termin angekündigt wird. Und so war es auch bei der »Zwiebel« in der Düsseldorfer Altstadt:

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