Langeweile? Pah!

Nicht nur ich habe Langeweile, weshalb ich mich mit Arbeit zuschütten lasse – Ellen Norten offensichtlich auch. Sie hat sich eine Anthologieidee einfallen lassen, die aktuell auf pmachinery.de ausgeschrieben wurde und wird:

Das Alien tanzt Kasatschok
Komische Geschichten aus einem lustigen Universum

Weltuntergangsszenarien gibt es in der Science-Fiction zuhauf, Prognosen für eine düstere Zukunft ebenfalls. Doch wie könnte das Gegenteil aussehen?
»Good news« gelten gemeinhin als uninteressant, die Storys sollen deshalb zeigen, dass das nicht stimmt. Hier geht es um Geschichten, die skurril und ungewöhnlich, vor allen Dingen aber lustig sein sollen, dazu aus dem Bereich der Science-Fiction, Fantastik oder sogar dem Horror stammen dürfen. Comedy und Satire sind angesagt – Klamauk ist unerwünscht. Finstere Aliens finden in dieser Anthologie keinen Platz – es sei denn, sie reizen die Lachmuskeln. Die Länge der Geschichten ist nicht limitiert, sollte aber für eine Anthologie noch vertretbar sein.

Die Manuskripte sind bitte bis zum 31.03.2016 an Ellen Norten (ellen.norten@gmx.de) zu senden.

Die Anthologie wird von Ellen Norten herausgegeben und im Verlag p.machinery zu Murnau am Staffelsee in der Reihe »AndroSF« verlegt werden. Sofern oben nicht anders genannt, gelten die Bedingungen für Ausschreibungen unter www.pmachinery.de/unsere-projekte/projektbedingungen und die Anforderungen an Manuskripte unter www.pmachinery.de/unsere-projekte/manuskripte. Der zugrunde zu legende Autorenvertrag findet sich unter www.pmachinery.de/unsere-projekte/vertraege.

Jegliche Korrespondenz wird bitte mit der Herausgeberin geführt.

Quadrate – zum vierten Mal

Michael Weisser ist ein umtriebiger Mensch – und in diesen Tagen ist sein viertes Buch, das in Die|QR|Edition, einem sogenannten Imprint meines Verlages p.machinery erscheint, fertiggestellt und zur Druckerei gegeben worden. Einmal mehr ist das opulente Werk (mit mehr als 300 Seiten im Format 210 x 210 mm, darin mehr als 200 Abbildungen, und darin auch 37 Farbseiten) nicht ganz billig, und einmal mehr war die Arbeit auf der einen Seite sehr aufwendig, auf der anderen Seite das Ergebnis sehr ansehnlich geworden.

»Der|QR|Code. Hintergründe & Visionen« versteht sich nicht als Kompendium, tendiert aber teilweise in eine solche Richtung. Vielmehr geht es neben einer Beschreibung, der Geschichte und der Technik der QR|Codes vor allem auch um zwei wichtige Aspekte: Zum einen beschreibt Weisser anhand von Beispielen aus sehr unterschiedlichen Bereichen – herausragend in meinen Augen: QR|Codes auf Grabsteinen, das hat mich sehr fasziniert – ausführlich die Nutzung von QR|Codes, aber auch die daraus resultierenden Problemstellungen, Gefahren und Grenzen der Nutzung.
Neben einem auf Seite 153 beginnenden Kapitel »Der QR-Code – seine Visionen und seine Zukunft« sind die Interviews und Schriftwechsel – und natürlich die hier farbigen Bebilderungen in »Projekte zur Ästhetik des QR-Codes«. Die Texte präsentieren Diskurse des Autors mit Klaus-Michael Heinze, dem Kanzler der FH Kiel, mit Horst-Günter Rubahn – älteren SF-Fans dürfte der Name bekannt sein :) –, dem Leiter des Mads-Clausen-Instituts an der Syddansk Universitet in Sønderborg (Dänemark), sowie letztlich ein Interview mit mir, per E-Mail geführt, das echte Visionen enthält und die Grundlage für das nächste Projekt in Die|QR|Edition darstellen wird – eine Kurzgeschichtenanthologie (über die demnächst mehr verraten werden wird).

Michael Weisser
Der|QR|Code – Hintergründe & Visionen
Beschreibung, Geschichte, Technik, Nutzung, Gefahren, Grenzen, Visionen und Ästhetik der »schnellen Antwort« im 21. Jahrhundert
Die|QR|Edition – Edit 4
p.machinery, Murnau, Oktober 2015, 308 Seiten, 210 x 210 mm
Softcover: ISBN 978 3 95765 027 6 – EUR 22,90 (DE)
Hardcover (limitierte Auflage): ISBN 978 3 95765 028 3 – EUR 36,90 (DE)
Subskription bis 05.09.2015: 10 % auf VK

Jackson ist ein Ar***loch

Ich bin kein beinharter Tolkienfan. Ich habe vor vielen Jahren – es sind mehr als zwanzig – meinen Hobbit gelesen, meinen Herrn der Ringe. Jeweils zwei Mal. Ich habe das, was ich las, für gut und richtig befunden und für mich festgestellt, dass es mehr dazu nicht zu sagen gibt. Vom Silmarillion habe ich schon die Finger gelassen, weil … Ich weiß nicht. Der Hobbit und der Herr der Ringe waren mir genug.

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Clooney vs. Schweighöfer

Ich habe zwei Dinge zu gestehen.
Zum einen: Ich bin bekennender und großer George-Clooney-Fan. Abgesehen von »Emergency Room«, das ich nie gesehen habe, kenne ich vermutlich jeden seiner Filme – und ich liebe sie alle. Ich kenne keinen Film, in dem er schlecht gewesen wäre, in dem ich ihn mir hätte sparen wollen. Und: Clooney ist cool. Er hat eine Ausstrahlung, die ich ganz spontan immer nur mit Sean Connery vergleichen kann. Und er sieht gut aus. Wäre ich eine Frau, würde ich mich, glaube ich, von ihm besteigen lassen wollen. Wenn ich im nächsten Leben die Wahl hätte, würde ich gerne wie George Clooney aussehen und diese Ausstrahlung haben.
Zum anderen: Ich bin dabei, Matthias-Schweighöfer-Fan zu werden. Da bin ich noch ganz am Anfang, da habe ich noch kein festes Bild, aber es sieht so aus, als wäre ich auf genau diesem Weg.

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Depperltruck

Was ich von LKW-Fahrern halte, ist vielleicht schon bekannt. Ich kann es gerne kurz zusammenfassen: Die meisten LKW-Fahrer halte ich für zu dumm, den Deckel des Klosetts hochzustellen, bevor sie ihr Geschäft verrichten.

Mein Arbeitgeber hat eine große Maschine verkauft, ein Gebrauchtteil. Der Käufer sollte das Teil – so um die 14 Tonnen schwer – selbst abholen, verladen usw. usf. Der LKW, den sie mitbrachten, trug ein Weilheimer Kennzeichen (WM).
Die Einfahrt zu unserem Firmengrundstück ist gut und gerne fünfzehn Meter breit. Der LKW war gut und gerne fünfzehn Meter lang. Was also lag näher, als unsere Zufahrt komplett zu verstellen, statt die direkt neben der Zufahrt vorhandene Bushaltestelle (die nur in den ganz frühen Morgenstunden und für den Schienenersatzverkehr genutzt wird) mit zu benutzen? Gesagt, getan.
Mein Hinweis an einen Kollegen, ob der LKW vielleicht ein wenig zur Seite fahren könnte – immerhin kommen so einige Lieferfahrzeuge den ganzen Tag über –, solange die Maschine noch nicht wirklich zur Verladung bereit wäre, wurde umgesetzt.
Als Ausgleich lief dann der Motor des LKWs. Die ganze Zeit. Während der Beifahrer in der Kabine herumturnte und die Scheibe reinigte. Und während der Motor lief. Und stank.

Wie gesagt: Die meisten LKW-Fahrer sind zu dumm, den Deckel des Klosetts hochzustellen, bevor sie ihr Geschäft verrichten. Möglicherweise liegt es auch an der beschissenen Bezahlung. Eine Ausrede für Dummheit ist das aber wohl eher nicht.

Kleinpudelrettung

Der Klassiker: Supermarktparkplatz, pralle Sonne, eine silberne Limousine. Auf dem Beifahrersitz vorne ein kleiner, grauweißer Pudel. Damit er nach Möglichkeit auch noch einen Sonnenbrand bekommt, ist das Schiebedach ein Stückchen offen (leider nicht weit genug, dass ich den Hund hätte herausheben können).
Ich in den Supermarkt, den Fahrer ausrufen lassen. Es war eine Fahrerin, etwa in meinem Alter, blond. Es dauerte rund fünf Minuten, bis sie an den Kassen auftauchte und in aller Seelenruhe abrechnen ließ. Selbstverständlich lässt sich ein Einkauf für ein Hundeleben nicht unterbrechen.
Ich teilte der Frau mit, dass ich sie hatte ausrufen lassen. Und?, war die Frage. Ihr Hund sitzt im Auto in der prallen Sonne, antwortete ich, während wir hinausgingen. Und? Blondinen sind offensichtlich wirklich mental nicht auf der Höhe, dachte ich.
Draußen lud die Frau ihre Einkäufe ins Auto und schickte sich an, davon zu fahren. Ich teilte ihr noch mit, dass ich das nächste Mal, wenn ich ihren Hund so vorfände, ohne weiteres Zögern ihren Hund auch unter Gewaltanwendung befreien würde.
Was mir denn einfiele, was mich das anginge, wer ich überhaupt sei. Blondes Gekeife, Dummheit und Uneinsichtigkeit plakatierend.
Das werden Sie dann schon sehen, antwortete ich.

Dem Hund ging es gut. Ich wünschte, ich hätte dafür sorgen können, dass es dieser Frau nicht annähernd so gut gegangen wäre.