Dummparker III: Die Basis des Bösen

Und das hier:

Das ist die Gemeinde Murnau am Staffelsee. Sieht harmlos aus, nicht wahr? Ja, das ist echte Tarnung. Aber fahrt da mal mit eurem PKW drauf. Vor allem rechts, in gerader Linie auf das blaue P-Schild zu. Da kommt Freude auf. Da stand bis vor Kurzem ein Baum. Ein richtig ordentlicher Baum, kein Bäumchen. Den hat man dann umgesägt. Die ganzen Einzelteile des richtig ordentlichen Baumes hat man in den Schnee geschmissen, zwei Tage liegen lassen. Dann hat man sie leidlich ordentlich weggeräumt. Was übrig ist, sind Äste – und nicht zu kleine -, der nicht gekennzeichnete Baumstumpf, ein unordentlicher Schneehaufen, stellenweise gut durchgefrostet, lauter schöne Dinge, bestens geeignet, um am Unterboden eines recht normalen Fahrzeugs (bis hin zu Billig-SUVs) ordentliche Schäden zu hinterlassen.

Was daran bemerkenswert ist? Das ist eigentlich ein Parkplatz für 4 bis 6 Fahrzeuge (Dummparker nicht berücksichtigt), gelegen an einer Stelle in der Gemeinde Murnau am Staffelsee, von der aus man wundervoll mehrere schöne Rundwege durch die Gemeinde, zum Staffelsee hinunter und einfach durch die Gegend gehen kann. Vorausgesetzt, man kann sein Fahrzeug dort abstellen.

Was mir da gerade einfällt … hm … Warum noch bekommt dieses Sch***k*** … äh, diese Gemeinde noch gleich Anteile von meinen Steuern, die ich zu zahlen habe? (Und noch was … Herr Bürgermeister, es ist doch schön, für nichts zuständig zu sein, nicht wahr? Nur … wofür hat dieses Sch**…, äh, diese Gemeinde noch gleich einen Nichtzustä…, äh, Bürgermeister?)

Dummparker II: Ein reichhaltiges Angebot

Das Angebot in den Gemeinden Murnau, Seehausen und Riedhausen am Staffelsee ist reichhaltig. Bemerkenswert dabei ist, dass Murnau einen Bürgermeister hat, der für nichts zuständig ist, Seehausen die Ortschaft Bayerns mit den meisten Verbotsschildern sein dürfte, aber kein Geld auch nur für einen Rentner hat, der Verstöße wenigstens petzen könnte, und dass ich über Riedhausen nichts zu vermelden habe, außer, dass der Murnauer Bürgermeister hier auch nicht zuständig ist und Seehausen nicht genügend Verbotsschilder für Riedhausen übrig hatte (oder einfach geizig ist).

Das hier wiederum:

Das ist wiederum ein notorischer Dummparker. Der steht andauernd da. Genau so. Man kann schon erkennen, dass der Fahrzeugeigentümer vermutlich denkt, es sei sein Recht, neben seiner Garage zu parken, die er mit irgendwelchem Müll vollgestellt hat. So viel Müll, dass auch das Besteck zur ordentlichen Befreiung des Gehweges vom Schnee zugebaut und nicht erreichbar ist. Das macht ja aber auch nichts, denn stattdessen stellt der Fahrzeugeigentümer den Fußweg ja mit seinem Schrotthaufen voll. (Eine meiner Hündinnen, die manchmal rüdische Anwandlungen hat, wollte dem Karren schon mal an die Felge pissen; ich habe hinterher nicht verstanden, warum ich sie davon abgehalten habe. Oder vielleicht doch … Wenn man an einen Strom führenden Weidezaun pinkeln, kriegt man ja auch einen auf den Pimmel gewischt. Vielleicht geht das mit Dummheit genau so. Und ich mag keinen dummen Hund haben.)

Der hier übrigens:

Ja, der ist natürlich auch ein Dummparker. Was es für ihn nicht einfacher macht: Er ist zwar kein notorischer, jedenfalls nicht an dieser Stelle, aber er ist aus einem Landkreis, in dem er besser geblieben wäre. Denn im Landkreis Weilheim-Schongau (Kennzeichen WM) gibt es mehr als genug Platz für Dummparker, und ich für meinen Teil kann Dummparkertourismus nur über alle Maßen schwer verurteilen.

Dummparker I: Wir leben in einem Land voll Rücksichtnahme, doch alle haben einen steifen Hals

Das hier:

Das ist nicht nur ein Dummparker. Das ist auch ein Gewohnheitstäter. Also ein gewöhnlicher Dummparker. Der steht hier andauernd. Genau so. Vermutlich wohnt er auf dem Grundstück und meint, dieser Umstand verbriefe ihm das Recht, seine Schrottbeule so auf einem Fußgängerweg abzustellen, damit Fußgänger derweil über den Fahrstreifen laufen müssen, um sich dem Risiko auszusetzen, von einem geschwindigkeitsbeschränkungsblinden Vollpfosten über den Haufen gefahren zu werden.

Und das hier:

Das ist auch ein Dummparker. Aber kein gewohnheitsmäßiger. Jedenfalls nicht an dieser Stelle. Da Dummheit ja allerdings kein Phänomen ist, das phasenweise, sondern eher generell auftritt, ist anzunehmen, dass der einzige Unterschied zwischen diesem und dem vorherigen Dummparker der ist, dass der zweite Dummparker den Ort seiner schändlichen Taten lieber häufig wechselt.

Warum mir an dieser Stelle jetzt der Gedanke an das unterschiedliche Beischlafverhalten der Menschen kommt, kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Obwohl: Ich fände es gut, wenn solche verkehrsbelastenden Spacken ihre Karre auch in irgendwelchen Löchern parken würden …

Und noch ein Fleißbeitrag

ANDROMEDA NACHRICHTEN 248, SFCD e.V., Murnau, Januar 2015, 110 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt: 7 Jeschke & seine Preise. 8 Wolfgang Thadewald; Nachruf von Ulrich Blode. 10 Interviews: 10 Sven Klöpping 10 Michael Tillmann 12 Hannes Riffel 13 Daniel Neugebauer 14 Uwe Voehl 15 Dominik Grittner. 18 Ich, einfach neunzig. Waldemar Kumming zum 90. Geburtstag. 30 Cons: 30 SweCon 2014 34 Back from Nerdistan; LonCon 3 & Shamrokon 2014 41 EuroCon 2017 in Dortmund? 42 DORT.con 2015. 44 Fantasy. 48 LiteraTour. 59 Cinema. 73 eGames. 79 Perry Rhodan. 84 Science. 89 Neues aus der Asimov-Kellerbar. 91 FanzineKurier. 95 Reissswolf. 103 Landfrieden; Kurzgeschichte von Johannes Tosin.

Das Titelbild stammt von Lothar Bauer und ist das Grafiklogo des DORT.con 2015. Die ANDROMEDA NACHRICHTEN-Chefredaktion und der Herausgeber danken dem DORT.con-2015-Team für die Zuverfügungstellung dieses Titelbildes und möchten zum Ausdruck bringen, dass es uns eine Freude war, auf der Titelseite der ANDROMEDA NACHRICHTEN 248 auf diese Veranstaltung hinweisen zu dürfen.

Diese Ausgabe gibt es auch zum Download. Downloadlink und Kennwort finden sich im Impressum der Printausgabe.

Eine Antwort vom Landrat – oder auch nicht

Zum Thema der Geschwindigkeitsübertretungen in der 60er Zone in Murnau-Westried gibt es hier schon einige Beiträge, z.B. hier, hier (d. i. der Brief an den nicht zuständigen Murnauer Bürgermeister), hier und hier.

Der Brief an den Garmisch-Partenkirchner Landrat Anton Speer, auf den hier Bezug genommen wird, kann man hier nachlesen.

Der Brief war zugegebenermaßen nicht sehr freundlich, aber ich habe als direkt betroffener Westrieder Anwohner nicht nur zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Briefes, auch nicht vorher, und nicht nachher Grund gehabt, das Thema in irgendeiner Form mit dem Begriff »freundlich« in Verbindung zu bringen.

Mein Brief an den Landrat stammte vom 17.10.2014, die Antwort vom 01.12.2014. Insofern kann ich mir weitere Reaktionen ebenfalls mit entsprechender Verzögerung erlauben.

Im Folgenden bilde ich den Text des Schreibens des Landratsamts Garmisch-Partenkirchen ab, geschrieben von der Sachbearbeiterin Frau Brückner, datierend vom 01.12.2014. Die Originalversion als PDF-Scan findet sich hier. Ich war so frei, für meinen Blog evtl. Tippfehler zu korrigieren.

Den Brief des Landratsamts werde ich in den nächsten Tagen – sofern mir nicht der Himmel auf den Kopf fällt – noch entsprechend kommentieren. Denn das, was da geschrieben wird, ist einer Kommentierung dringend würdig. Aber wirklich dringend.

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Fast schon unvorhergesehen

Ich weiß nicht mehr, wie es überhaupt dazu kam. Heike Henzmann aka Anna Veen, eine meiner Autorinnen bei p.machinery, fragte wegen eines kleinen Buches, das ihre just 18 Jahre alt gewordene Tochter Antonia Rinkel über ihre Erfahrungen auf der New York Film Academy geschrieben hatte. Diese hatte sie besucht, weil sie Musicaldarstellerin werden will.

Ich dachte zunächst eigentlich nur daran, das Layout zu machen, aber es wären auch Prints nötig gewesen, und am Ende war außer der ISBN (die ich von CreateSpace übernommen hätte) sowieso alles eine p.machinery-Produktion, sodass ich mich entschloss, dem Werk einfach eine p.machinery-ISBN zu verpassen und es in der Reihe »Außer der Reihe« aufzunehmen, die letztlich genau für solche Gelegenheiten geschaffen wurde.

Das Buch selbst hat richtig Spaß gemacht. Der Text war sehr gut, es gab wenig zu korrigieren, was Rechtschreibung und Tippfehler anging. Bei den Bildern habe ich ein wenig jonglieren müssen, Antonia hat einiges an Material nachgeliefert, war immer schnell und zuverlässig. Das Thema – der »Weg zur Musicaldarstellerin« – war mal etwas ganz anderes. Und überhaupt …

Wer übrigens quasi versehentlich das Buch schon bei Amazon bestellt hat, hat eine Rarität erworben. Seit einigen Tagen ist der Tippfehler auf dem Buchrücken korrigiert :) Wieder so ein Effekt eines typischen Schnellschusses. – Übrigens ist auch hier einmal mehr dem Schaltungsdienst Lange ein großer Dank auszusprechen: Bei der Einhaltung eines Liefertermins – Antonia wollte das Buch zum Termin ihrer ersten Vorstellung am 16.01.2015 haben – hat man sich auf vorbildliche und erfolgreiche Weise ordentlich ins Zeug gelegt.