Hundegeheimnisse

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Ich bin Hundefan. Liebhaber. Leidenschaftler. Ich mag die Viecher. Alle. Auch die, die ich vielleicht nicht gleich mögen sollte. Weil sie doofe Herrschaften haben. Schlecht erzogen sind. Weil sie vielleicht einem kruden Schönheitsideal entsprechen. Egal. Sie sind alle Hunde. Sie sind alle knuffig. Liebenswert. Wundervolle Geschöpfe. Wie die hier:

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Nachbemm, erkungen

Zum vorletzten Post zur Panzersperre wäre noch etwas zu erwähnen. Nämlich, dass ein vermutlich intelligenter Mitarbeiter von welcher für die Entscheidung auch immer zuständigen Institution – Landratsamt Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Murnau, Deutsche Bahn – die Drehkreuze entfernt und die Durchgänge auf beiden Seiten durch Metallstangen blockiert hätte. Vermutlich war allerdings die Frage, wem man die dann übrig bleibenden Drehkreuze wohin stecken sollte. Und an der Antwort auf diese Frage sind dann alle Beteiligten gescheitert.

Zum letzten Post zum Halteverbot wäre auch noch zu erwähnen, dass es vielleicht einfach hilfreich gewesen wäre, hätte man das eigentlich vom Halteverbot betroffene Wiesendreieck (15 bis 20 Meter lang, maximal 5 Meter tief [diese Werte sind geschätzt, aber bis vom Landratsamt Garmisch-Partenkirchen oder der Gemeinde Murnau jemand hingeschickt wird, um das nachzumessen, muss das reichen]) einfach in Parkplätze umgewidmet und mit wenig Aufwand umgebaut. Bislang standen dort nie mehr als drei, vier Autos; mit ein wenig Konstruktivismus könnte man dort einen Parkplatz für sechs bis acht Fahrzeuge machen – und könnte sich automatisch die anderen Halteverbotsschilder auf dem weiteren Verlauf der Moosrainer Straße den Hang hinunter sparen, wo vernünftige Menschen aufgrund eines Grabens eh nur dann parken, wenn sie mit einem Leopard II zuvor über den im vorletzten Post erwähnten Bahnübergang gekommen wären.

Mein Fazit für den Moment: Dummheit ist deutsch. Und ich habe zwar keine Beweise für das Ausmaß der deutschen Dummheit in Flensburg, aber ich gehe mal davon aus, dass Dummheit schwerer ist als Intelligenz, deshalb also auch nach unten, sprich: gen Süden sinkt.
Und mein Versprechen für den nächsten Moment: Das alles wird noch Gegenstand von Geschichten um den guten Herrn Hütter sein. Wahrlich.

Halteverbot für die Nervtöterbahn

Nicht wesentlich intelligenter als die Panzersperre in Westried – siehe vorherigen Post – ist das Halteverbot für die Bahnlinie.

Nun gut, das Halteverbot bezieht sich nicht auf die hier fahrende Bahn, die zwischen Oberammergau und Murnau weniger Passagiere befördert, als sie mit ihren neurotischen und nicht selten wohl eher paranoiden Fanfarensignalen die Menschen, alle Tiere, Pflanzen, Felsen, das Moos, die Berge, die Welt und das Universum – incl. der 42 – terrorisiert. Muss auch nicht sein – ein Durchfahrtverbot wäre viel hilfreicher.

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Die Panzersperre von Westried

Während ich in den letzten rund anderthalb Jahren darauf gewartet habe, dass das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen seine leeren Versprechungen mit Vakuum füllte, in der 60er Zone in Westried Geschwindigkeitsmessungen und andere Maßnahmen gegen Raser zu ergreifen (die entsprechenden Posts findet man im November 2012, hier), kam irgendjemand – ich vermute eine Kooperation zwischen Landratsamt* und Deutsche Bahn – auf diese geniale Idee:

Auf meine Anfrage, ob über diesen Übergang zukünftig nur noch die LKWs der Spedition Wixxwer, Rinderherden, Panzerbrigaden und tieffliegende Rettungshubschrauber auf dem Weg zum UKM** die Bahnlinie zwischen Oberammergau und Murnau überqueren dürften, habe ich erwartungsgemäß keine Antwort erhalten.

* Das Landratsamt ist in Bayern nicht das Amt des Landrats, sondern das Amt, auf dem man als Bürger seinen mehr oder minder gewinnträchtigen Tipp abgeben kann, in welchem Land die Ar***löcher, die den eigenen Landkreis terrorisieren, eigentlich arbeiten sollten. (Wenn man das überhaupt Arbeit nennen kann, was die tun. Oder auch nicht tun.)
** Vulgo: Unfallkrankenhaus Murnau.

Wortgewalt, möglicherweise cholerisch

Jochen Malmsheimer. Dass er am 05.02. im Murnauer Kultur- und Tagungszentrum (kurz KTM) spielen würde, bekam ich nur durch Zufall mit, weil ich ausnahmsweise mal das Murnauer Regierungsorgan … äh, Gemeindekäseblatt durchblätterte. Die Entscheidung war schnell gefallen. Ich kannte Malmsheimer vor allem aus der Priolschen Reihe »Neues aus der Anstalt«, wo er die Figur des Hausmeisters ausfüllte. Und ich mochte ihn vom ersten Halbsatz an, den ich vernahm.


(Fotoquelle: www.jochenmalmsheimer.de/fuer-der-presse.html, Motiv: Malmsheimer schaut aus Hemd; ein Copyright ist nicht angegeben)

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Das Schweigen im Walde

Ich mag bei meinen Gängen mit Kim, der Hündin, Steigungen nicht. Die ständigen Raufs und Runters in dieser Gegend sind einer der Gründe dafür, warum ich Bayern nicht mehr mag. Nicht insgesamt – aber diese Gegend hier auf jeden Fall. Oberbayern, das Oberland, das Murnauer Moos. Es gibt Gegenden, wo man Flachlandgänge machen kann – das Moos selbst, an der Loisach entlang, an manchen größeren Bächen und Flüsschen. Aber die Möglichkeiten sind insgesamt eher eingeschränkt.

Heute gönnte ich mir absichtlich eine Berg-und-Tal-Tour. Bad Kohlgrub als Ortschaft selbst ist schon sehr hügelig, zieht sich vom Tal des Lindenbachs (auch Lindach genannt) bis Sonnen und Kraggenau am Hörnle hinauf. Und zu Bad Kohlgrub gehören jede Menge Weiler, Dörflein, manchmal nur einzeln stehende Höfe in der Umgebung.
Und hier waren wir heute:

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Kleine Ode an Pit

Ich habe eben, eher versehentlich, auf Facebook einen Post geschrieben, der auch gut hierher passt, denke ich. Ergo:

Am letzten Sonntag gabs auf SIXX wieder den Hundeflüsterer (der unter Fachpfosten ja auch besonders beliebt ist). Darunter eine Folge, in der es um sogenannte Kampf- oder Listenhunde ging; und Storys von Cesar, wie diese Hunde(rassen) wirklich sind. Am Ende dachte ich mir: Gut, die Pfosten, die SIXX sehen, haben die Folge gesehen, weil sie wussten, es ging um Pitbulls, und sie haben gesehen, wie Pitbulls sind, aber nicht, wie sie sein können, wenn sie wie Hunde behandelt werden. Stimmt vielleicht; stimmt vielleicht auch nicht, meine Meinung. Egal.

Ich habe immer noch keinen Pitbull als lebendes Wesen erleben dürfen, weil ich in einer angeblichen Demokratie lebe, in der mir das von verquasten Vollpfosten in Verwaltungen verboten wird, die ohne Beweise und ohne wirkliche Begründung behaupten, bestimmte Hunderassen – ganze Rassen! Erinnert mich das an was? – seien von Haus aus gefährlich. Die Sendung von Cesar Millan war für mich eine Freude, weil ich Pitbulls in Bewegung wenigstens sehen – wenn auch nicht anfassen – konnte. Und ich glaube, dass diese Hunde mit ihren ausdrucksvollen Gesichtern und (wenn nicht kupiert) schönen Ohren und wundervollen großen Augen so wie alle caniden Geschöpfe dieser Welt allerliebste Lebewesen sind, die wie alle anderen Hunde nur ihren Menschen brauchen, der sich auf sie einlässt, für sie da ist, der sie liebt.

Pitbulls – und andere Bulldoggenrassen, die aufgrund der von Steuerzahlern finanzierten Klugscheißerei überflüssiger Beamter und beamtenähnlicher Angesteller auf Listen stehen – sind Hunde. Sie sind die Kameraden des Menschen. Es wäre sinnvoller, wenn unsere Steuergelder dafür ausgegeben würden, diejenigen Menschen zur Rechenschaft zu ziehen, die Tiere – nicht nur Pits & Co. – missbrauchen, um ihren eigenen kranken Fantasien Nahrung zu verschaffen.

Kaum neben der Spur

Für eine Buchreihe, die den Titel »Außer der Reihe« trägt, sind 10 Bände durchaus bemerkenswert. In den nächsten Tagen wird der zehnte Band eben dieser Reihe meines Verlages verfügbar sein:

Anna Veen
DORIS HAUSERS BUKOLISCHER ALMANACH
Außer der Reihe 10
p.machinery, Murnau, Februar 2014, 140 Seiten, Taschenbuch
ISBN 978 3 942533 96 6 – EUR 7,90 (DE)

Details zum Buch: hier.

Was mich neben den höchst unterhaltsamen Texten – die ich nach dem viel zu kurzen ersten Band »Doris Hauser« (Außer der Reihe 5) sehnlichst erwartete – begeistert, das ist vor allem der Umschlag in seiner Einfachheit, seiner Farbgebung, dem Motiv … Das Foto des Umschlags stammt übrigens wie beim vorherigen Doris-Hauser-Band von Antal Thoma:

Und dann wird doch alles gut …

An manchen Tagen im Jahre 2013 hätte ich nicht wirklich guten Gewissens abstreiten können, dass es so aussah, als würde PHASE X den Weg alles Irdischen gehen. Seit Ende 2011 lagen die Materialien vor, Ulrich Blode hatte seine Auswahl getroffen und mir dabei noch einige Türchen offen gehalten (die ich dann aber doch nicht nutzte). Und im Januar 2012 hätte PHASE X mit der Ausgabe 10 zum Thema »Phantastische Botanik« erscheinen können.
Aber es ging nicht. Es ging einfach nicht. Ständig kam etwas dazwischen. Und da war eine unerklärliche Hemmschwelle …

Aber am Ende wurde doch alles gut und so erscheint in diesen Tagen die zehnte Ausgabe des vom Atlantis-Verlag verlegten und inzwischen von Guido Latz, Ulrich Blode und meiner Wenigkeit herausgegebenen Magazins für Phantastik mit dem Namen PHASE X. Ich freue mich sehr darüber – und kann gar nicht mehr nachvollziehen, warum das so lange gedauert hat.

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