Herr Hütter und der Schraz

Herr Hütter und seine Hündin mochten die Abwechslung. Immer die gleichen Wege zu gehen, das war nicht ihre Sache. Die Hündin verließ sich natürlich auf Herrn Hütter, was die Auswahl der Wege anging. Und sie beschwerte sich auch nie, war es doch wieder einmal ein Weg, den Herr Hütter mochte und immer wieder gerne ging. Es gab da einige –

Aber oft genug verlangte es ihn wie sie nach Abwechslung. Und so zog er vor Beginn eines neuerlichen Spaziergangs immer wieder Google Maps zu Rate, obwohl er wusste, dass dieser Dienst nicht wirklich zuverlässig war. Oft genug stand er mitten in der Pampa –
Aber die Anregungen konnte man sich dort trefflich holen, und so hatte Herr Hütter sich an diesem Abend für eine ganz ungewohnte Route entschieden. In dem Ort, in dem er lebte, gab es einen Park, der in bestimmten Kreisen als »Hundepark« verschrien war – und von Hundebesitzern gerne genutzt wurde, um den geliebten Vierbeinern soziale Interaktionen zu ermöglichen.

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Ghostbusters für hartgekochte Eierdiebe

Simon R. Green
DAS HAUS DER SEELEN
(Ghost of a Smile, 2011)
Übers. aus dem Englischen: Susanne Picard. Bastei Lübbe, Köln, 2013, Taschenbuch, 270 Seiten, ISBN 978 3 404 20703 9

VORBEMERKUNG
Der Roman läuft bei Bastei Lübbe unter dem Label »Science Fiction«. Das halte ich für sehr gewagt, weil doch dahin gehend irreführend, dass echte SF-Fans hier nicht vorfinden werden, was sie aufgrund des Labels erwarten dürften.

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Herr Hütter und die Scheiße des Pferdes

Herr Hütters Hund genoss eine spezielle Ausbildung. Sie war ihm abgehauen, die Hündin. Ins Moos. Stunden war sie weg, sechs oder so. Und nur der Polizei war zu verdanken, dass er sie nach nur einigen Stunden wieder bekam.
Und so brauchte Herr Hütter einige besondere Wege, die er mit der Hündin gehen konnte. Sie sollte an einer Schleppleine laufen, zehn Meter lang. Das konnte man nicht überall machen.
Einer der Wege lag zwischen seinem Wohnort und einem Nachbarort. Ein Wanderweg. Der auch von Fahrzeugen benutzt wurde. Vorzugsweise von Vollidioten gelenkt, dachte Herr Hütter des Öfteren. Bei einer Landmaschine war Verständnis noch einfach aufzubringen. Aber es waren gerade die Fahrer dubioser Personenkraftwagen …

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BoD auf der Kippe!

Es war von Anfang an eine gute Idee, mit Books on Demand in Norderstedt (fürderhin nur noch BoD genannt) zusammenzuarbeiten. Als ich 2003 das erste Buch unter dem Label p.machinery machte, das berühmt-berüchtigte Ikebana-Buch von Ayako Graefe, wurde es bei Maro in Augsburg gedruckt. Den Vertrieb machte ich selbst – und es war eine Heidenarbeit.
Als ich dann 2007 mit den beiden Hundebüchern (von Franjo Goebels und Claudia Hagn) und dem Weltreise-Buch von Bernd Robker zugange war, bahnte sich eine notwendige Entscheidung an. Franjos und Claudias Bücher machte ich auf die klassische Weise, weil beide Autoren den Vertrieb selbst übernahmen. Bernds Weltreise-Buch war das erste, das ich bei Books on Demand machen ließ – damals noch für richtig viel Geld. Aber es war eine gute Entscheidung.

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