Klammklandestine Neuerscheinung

»Klandestin« ist ein geiles Wort, das ich letztens im SPIEGEL entdeckte. Was man nicht alles noch lernen kann, obwohl man schon alt ist. Grins. – Bis mir wieder einfällt, dass ich es eigentlich bevorzuge, deutsche Wörter, so sie existieren, zu verwenden, werde ich mich des öfteren mal des »klandestin« bedienen, klandestin dabei grinsend.
Einer der Gründe für meine raren Aktivitäten hier sind die Bücher, die ich mache. Jüngst erschienen ist das hier:

Margret Schwekendiek
TIME TRAVELLERS
Mit Trans-Time-Net durch die Zeit

Dark Wor(l)ds 2
p.machinery, Murnau, Januar 2012, 188 Seiten, Taschenbuch
ISBN 978 3 942533 10 2
EUR 13,90 (DE)

Weitere Details hier.

Schwere Brocken

Der Biber
(The Beaver, Jodie Foster, USA/UAE 2011)

Walter Black (Mel Gibson) ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und sich selbst verloren gegangen. Der letzte Ausweg aus einer tiefen Depression ist ihm eine Handpuppe, ein Biber, die er für seine Kommunikation mit der Welt verwendet. Diese Welt reagiert wie erwartet – von völliger Nichtakzeptanz seitens der Familie bis zu Unverständnis und dem Gesichtsausdruck, den jemand annimmt, wenn er glaubt, dass jemand anders einen Vogel hat. Und selbst Walter Black hat seine Schwierigkeiten mit diesem Biber, der immer mehr die Kontrolle auch über ihn selbst übernimmt.
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Wege in den dramatischen Abgrund

Larry Crowne
(Larry Crowne, Tom Hanks, USA 2011)

Larry Crowne (Tom Hanks) verliert seinen Job und weiß nicht recht, was er mit seiner Freizeit anfangen soll. Er beginnt bei einem lokalen College zu unterrichten und findet sich in einer bunten Gemeinschaft von Außenseitern wieder, zu der auch die Lehrerin Mercedes Tainot (Julia Roberts) gehört, in die er sich verliebt. Und als er eigentlich schon denkt, sein Leben sein letztlich ins Stocken geraten und zum Stillstand gekommen, stellt er fest, dass er gerade dabei ist, den eigentlichen Grund für sein Leben zu finden.
Nette Komödie mit Anspruch und Gefühl. Obwohl ich Julia Roberts nicht wirklich mag, hat sie mir hier vor allem im Stadium der Resignation und Miesepetrigkeit ihrer Figur sehr gut gefallen.

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Lauter schöne englische Titel

The Way Back – Der lange Weg
(The Way Back, Peter Weir, USA/UAE/PL 2010)

Colin Farrell und Ed Harris sind die einzigen einigermaßen bekannten Namen in diesem Film von Peter Weir, dessen Name mir schon vorher hätte signalisieren können, was mich erwarten würde. Die Story von einigen grundverschiedenen Männern, die aus einem sibirischen Gefängnis fliehen und über viertausend Meilen (! – das sind weit über sechstausend Kilometer) zu Fuß bis nach Indien wandern, klang in der Beschreibung eher nach mehr Action denn nach so viel Nachdenklichkeit tarkowskijscher Prägung, wie ich hier vorfand. Aber das Stück ist durchaus ergreifend. Selbst der leicht Antipathien hervorrufende Colin Farrell spielte seine Rolle so ausgezeichnet, dass man über seine Arschlochfigur hinwegsehen konnte.
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