Nicht ganz unterirdisch

Peter Hofmann
UNTERIRDISCHES MALTA
Ein Exkursionsführer zu den Höhlen und unterirdischen Objekten der Inselgruppe
Books on Demand, Norderstedt, Februar 2009, Paperback, 96 Seiten, ISBN 978 3 8370 7576 2

VORBEMERKUNG
Ich bin Malta-Fan. Alles, was mit Malta zu tun hat, interessiert mich. Im Laufe der letzten zwölf Jahre habe ich eine umfangreiche Sammlung von Büchern, Videos, DVDs etc. angelegt. Zahlreiche Bücher, die neu hinzukommen, landen erst einmal ungelesen in der Sammlung, aber manchmal picke ich mir auch ein Buch heraus, dessen Thema mir interessant scheint. Was bei diesem Buch hier der Fall war.

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Schriftbruch

Gerda Delbanco
KLEINER FRAKTUR-KNIGGE
für den Umgang mit gebrochenen Schriften
Delbanco Frakturschriften, Ahlhorn (mit Bund für deutsche Schrift und Sprache, Hannover), 2009 (5. Aufl.), Broschüre mit Rückenstichheftung, 24 Seiten, ISBN 978 3 930540 15 0

VORBEMERKUNG
Die Firma Delbanco Frakturschriften ist eine kleine Firma, die Schriften für PCs und Macs herstellt, die allesamt zur Familie der sogenannten »gebrochenen Schriften« – vulgo: »Frakturschriften« (was nicht ganz korrekt ist) – gehören (z. B. Gotische, Schwabacher, Fraktur u. a.). Die Schriftdaten, die man dort käuflich zu durchaus günstigen Preisen erwerben kann, sind von ausgezeichneter Qualität. Und wer – wie ich – Freund und Fan solcher gebrochenen Schriften ist, wird irgendwann – wie ich demnächst – nicht umhin kommen, sich das ganze Delbanco-Paket (zum wirklich günstigen Preis von derzeit EUR 320,-) zuzulegen.

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Unverzichtbar

Heinz J. Galle & Dieter von Reeken
PAUL ALFRED MÜLLER
(Lok Myler • Freder van Holk)
Eine illustrierte Bibliografie seiner Werke

DvR Dieter von Reeken, Lüneburg, 2011, Paperback, 207 Seiten, ISBN 978 3 940679 50 5

VORBEMERKUNG
Die Herren Galle und von Reeken sind mir als perfektionistische, pedantische Akribiker bekannt geworden. Das hört sich negativ an? Ist es aber nicht – im Gegenteil. Was die beiden jeweils machen, ist so hervorragend und außerordentlich, wie es nur Perfektionisten und Pedanten mit endlos akribischer Ader machen können. Galles Werke, so ich sie kenne, haben nie einen Wunsch offen gelassen, außer dem, noch mehr von ihm zu lesen und von seinem gigantischen Wissen schöpfen zu können. Die Bücher, die Dieter von Reeken macht, können noch so uninteressant sein, weil man mit dem Thema nichts anfangen kann; wenn man sie in der Hand hält, entwickeln sie einen papiernen Magnetismus, der einen zwingt, das Buch aufzuschlagen, darin zu blättern und letztlich doch zu schmökern (und nicht selten fällt einem dabei auf, dass das Thema ja doch nicht so uninteressant zu sein scheint …).
Bei diesem Buch hier haben sich die beiden zusammengetan. (Und nicht nur das …)

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Die Schwerkraft auf der Flucht

  • Kokowääh: Ich weiß, ich stehe damit nicht allein, außer vielleicht in meinem Freundes- und Bekanntendunstkreis, aber ich liebe – die Betonung liegt auf »liebe« – Til-Schweiger-Filme, ganz besonders, wenn sie so sind wie dieser Streifen. Das Stück um ein Mädchen zwischen Zieh- und leiblichem Vater, und der Umgang der beiden Männer mit dem Kind und miteinander, das ist sensationelles Gefühlskino ohne Schmalz und Duseleien, das ist beeindruckend, einnehmend und auf allerhöchster Ebene amüsant. Emma, Schweigers Tochter, die ja auch schon in »Keinohrhasen«, »Zweiohrküken« und »Männerherzen« mit von der Partie war, ist absolut toll – aus der wird mal eine großartige Schauspielerin, denke ich (und hoffe ich!).
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Mechanische Bildnisse ohne Grenzen

  • Das Bildnis des Dorian Gray: Ich hasse diese Story. Nicht nur, weil ich sie bis zum Gähnen kenne, ich finde sie auch grottenlangweilig. Das hat auch etwas mit dem viktorianischen Flair solcher Filme zu tun; den mag ich auch nicht. (Der einzige Film vor solchem Hintergrund, den ich wirklich toll fand und finde, ist der »Sherlock Holmes« mit Robert Downey jr. und Jude Law.) Beim 2009er »Bildnis« hegte ich die Hoffnung, wenigstens etwas Neues zu sehen zu bekommen, aber nichts dergleichen. Auch dieser Film hält sie sich so nah am Roman und an seinen Konkurrenten aus allen Zeiten, dass es schmerzhaft ist. Schmerzhaft langweilig.
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