Gerüche aus dem Zwiespalt

Wolfgang Brunner
CRYPTANUS – DER GERUCH DES TODES
Projekte Verlag Cornelius GmbH, Halle, 2009, Titelbild: Elena Ray/Odina (fotolia.com), Hardcover mit Schutzumschlag, 346 Seiten, ISBN 978 3 86634 771 7

Wilko Müller jr. ist ein Name im SF-Fandom. Mit seinem eigenen Verlag SOLAR-X hat er seinerzeit aus dem Osten frischen Wind in die Verlagsszene gebracht, und als Mitarbeiter des Projekte Verlags ist er wohl der Hauptgrund dafür, dass der Projekte Verlag einer der größeren SF- und Fantastik-Verlage im mittleren Segment geworden ist. Den vorliegenden Roman habe ich Wilko und Wolfgang, dem Autor, zu verdanken; und ich weiß, dass wenigstens Wolfgang schon ein wenig wepsig ist, wie meine Rezension ausfallen wird.

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HALLER 3 sucht Autor(inn)en

Herausgeberin Corinna Griesbach schreibt:

Liebe Autorinnen und Autoren,
im Sommer erscheint die dritte Ausgabe der Monschauer Literaturzeitschrift „Haller“!
In der ersten Ausgabe, die unter dem Vorzeichen „Vorkommnisse“ stand, wurden ungewöhnliche Geschichten veröffentlicht. Illustriert wurde die Ausgabe von dem Aachener Künstler Achim Willems.
Die zweite Ausgabe, „“Verwandlung“, nimmt Traditionen des Märchens auf, deren Helden zwischen Tier- und Menschsein wechseln und von unfreiwilliger Verwandlung.
Die Aachener Autorin M. Kricheldorf lieferte die Story „180 Grad“.
Illustriert wurde „Haller – Verwandlung“ vom Monschauer Künstler Kay Savelsberg.
Für die dritte Ausgabe werden Kurzgeschichten und Erzählungen gesucht zu den Bereichen „Dinge, die nur in der Stadt passieren können“ und „Gier“.
In einer späteren Ausgabe wird „Nerd“ im Mittelpunkt stehen, der Langeweiler, Sonderling, Außenseiter, der sich in Computerspielen  oder anderen Fachgebieten vergräbt.
Ausgabe zwei ist für 4,00 Euro zu erhalten in Simmerather Buchhandlungen oder bei Corinna.Griesbach@web.de.
Einsendungen zu den genannten Themen sind erwünscht per Mail an: Corinna.Griesbach@web.de.
Alle Konditionen auf Anfrage.

HALLER 1 | HALLER 2

7-Millionen-Jahre-Zombie

Bernhard Kempen
HAUCH DER ESTARTU
Pabel-Moewig Verlag, Rastatt, 2010, Perry-Rhodan-Extra 10, Heftroman, 68 Seiten; incl. Audio CD

Zuerst hatte ich angenommen, es handle sich um eine Fortsetzung zu Marc A. Herrens »Gesänge der NACHT«, das als Perry-Rhodan-Extra 9 erschienen war, und im Grunde kann man es auch sehen; richtig wäre es allerdings, dass die Handlung des neuen Extra, des zehnten, an den neunten Teil anschließt.

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Routinierter Sexcontainer

Maren Frank
KRONOS-DIVISION: GELIEBTE VERDÄCHTIGE
dead soft verlag/Edition Banzini, Februar 2010, Edition-Banzini-Hefte 7, Heftroman/Romanheft, 72 Seiten, ISBN 978 3 934442 86 3

Die Erscheinungsform des Werkes ist ein wenig … naja, unerwartet. Das Stück hat eine reguläre ISBN, kommt jedoch beinahe wie ein Fanzine daher. Zwar ordentlich gemacht, im Großen und Ganzen, doch im Grunde ein Fanzine. Der Rückenstich sitzt nicht ganz korrekt, der Gesamtumfang ist an der für Rückenstichheftung geeigneten Grenze, der Coverdruck weist die typischen, nicht bedruckbaren Bereiche von Digitalkopierern auf, der Druck selbst ist satt und sauber, das Layout simpelste Strickweise, mit einer der Arial ähnlichen serifenlosen Schrift – oder ist es gar die Arial selbst? –, und der Fließtext ohne Absatzeinrückungen und ohne Silbentrennungen.

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Ladet Blümchens »Boomerang«: DSDS-Boykott 2010

Die Briten haben es 2009 vorgemacht – und dieses Jahr sind die Deutschen dran. Die aktuelle Staffel von DSDS (aka »Deutschland sucht den Superstar«) nähert sich ihrem Ende, und in den vergangenen Jahren war der Siegertitel immer sofort auf Platz 1 der deutschen Charts. Meist ist das Musik, die in die Tonne gehört – so called Trash. Aber muss das sein?
Nein.
Im Internet hat sich eine Aktion zum DSDS-Boykott entwickelt, der dadurch erreicht werden soll, dass in der kommenden Woche so oft wie nur irgendwie möglich der Titel »Boomerang« von Blümchen heruntergeladen werden soll. Es zählen nur legale Downloads, denn es geht um die offiziellen deutschen Charts. Herunterladen kann man das in allen einschlägigen MP3-Download-Areas und natürlich auch bei Amazon – hier:

Boomerang

Der Titel stammt aus dem Jahre 1996 und geht ab wie Schmitz‘ Luzie :) Natürlich muss man auf solche Musik stehen, aber darum geht es hier nicht. Es geht darum, einen Titel, der im Grunde genauso Trash ist wie der potenzielle DSDS-Sieger, gewinnen zu lassen und den Plattenfirmen zu zeigen, wo der Hammer wirklich hängt. Der Downlaod bei amazon.de (unter o. g. Link) kostet 77 Cent – das ist nicht die Welt.

Macht mit. Zeigt der Plattenindustrie, wo der Boomerang fliegt :)

Angriffsflächen

Wenn man aktiv ist, wenn man mehr macht, als seinem Broterwerb nachzugehen, daheim den Garten zu pflegen, seine Frau zu ärgern und vor der Glotze zu hocken, dann bietet man zwangsläufig umso größere Angriffsflächen, umso vielfältiger und umfangreicher die eigenen Aktivitäten sind. Ich denke, ich biete eine hinreichend große Angriffsfläche mit den vielen Dingen, die ich unternehme: mein Verlag, meine Aktivitäten als Herausgeber und Chefredakteur einer Vereinszeitschrift, die Aktivitäten in diesem und für diesen Verein, meine Hobbys – wie Malta zum Beispiel –, da bieten sich viele Ansatzpunkte für Angriffe.

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Gäste, die man nicht braucht

Ja. Liebe(r) IP 91.57.x.x, der du am 14.03. und am 01.04. in meinem Blog warst, danke für deinen Besuch. Danke auch für das Tabularasa-Rating mit »1« für alle Beiträge, die du dir vorher nicht mal die Mühe machtest, zu lesen. Wenn du ein Problem mit mir und meinem Blog hast – oder umgekehrt, der Esel nennt sich ja immer zuerst -, dann ist das okay. Geh in den Keller und blute. Aber allein, bitte. Wenn dich mein Blog nicht interessiert, ist das auch okay. Geh bitte in die Wüste, da interessiert sich für dich auch niemand. Und wenn dir meine Beiträge nicht gefallen und du ein Problem damit hast: Mach dir eine Kopie, dann hast du zwei. Probleme. Und nicht nur die.

Danke jedenfalls. Dein Besuch hat mir gezeigt, daß es Websurfer gibt, die krank genug sind, ihre Zeit damit zu verbringen, Blogratings auf einem Blog wie meinem unterzubringen. Unglaublich.

Küsschen lesen und hören

Wie genau die Idee zustande kam, weiß ich nicht mehr. Simone Edelberg, Kopf der Crew der »Wortküsse« genannten Veranstaltungen im »Literaturkeller« des Stemmerhofs in München (Jägerwirtstr. 4, das ist erwähnenswert, weil man wissen sollte, dass der »Literaturkeller« quasi auf der Rückseite des Stemmerhofs liegt, nicht ganz einfach zu finden, wenn man nicht sucht …), war Autorin in den beiden STORY-CENTER-2009-Ziegelsteinen »Das Wort« und »Boa Esperança«, und ihre Idee war es wohl, daraus einen SF-Abend in der Reihe »Wortküsse« zu machen. Continue reading