Surrealistische Gestalten?

Die surrealistischen Maler vom Anfang des 20. Jahrhunderts haben mich immer fasziniert – nicht nur der sittsam bekannte Salvadore Dalí. Surrealistische Literatur kam mir weniger unter – da habe ich es später eher mit den Beatautoren gehalten, vor allem mit Mr. Burroughs, der mit seinen Werken sicherlich einen längeren Blick auf surrealistische Traditionen zu werfen erlaubte.

Ob ein Text surrealistisch ist, kann ich indes nicht beurteilen – nicht unter den stilistischen Gesichtspunkten literaturwissenschaftlicher Betrachter. Das spielt für mich persönlich aber auch keine Rolle – immerhin kann ich behaupten, bei diesem Buch meiner Autorin voll und ganz vertrauen zu dürfen, die die Geschichten in »Esmeralda in Nöten« nicht nur als surrealistisch, sondern auch expressionistisch bezeichnet. Für mich reichte die Einstufung als »höchst gelungen«, um eine Veröffentlichung als Band 18 der Reihe »Außer der Reihe« meines Verlages ins Auge zu fassen. Und so ist es nun so weit – das Buch ist da:

Alle nötigen Details zum Buch finden sich hier.

Wer glaubt schon dem Verleger?

Ich bin der Verleger dieses Buches. Es ist Peter Kiefers drittes Buch, das in meinem Verlag erscheint.
Das erste Buch waren Reiseerlebnisse von einem Weltreisenden. Peter Kiefer war immer viel unterwegs und ist es noch. Sein »Treibgut« erzählte »Vom Verreisen«. Ein schönes Buch mit zahlreichen Fotos. Leider kein Renner, aber das geht der ganzen »ErlebnisWelten«-Reihe so.
Das zweite Buch war ein Thriller. Auch wenn sich die Zahl der Leichen in ganz engen Grenzen hält und auch die Schilderung der Gewalt modernen Thrillern in Buch und Film nicht folgen kann, ist es ein Thriller. »Kleines Kino« ist zudem auch noch eine latent fantastische Geschichte.

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Schweizer Vorlieben

Eigentlich habe ich ja zur Schweiz und ihren Bürgern ein eher zwiespältiges Verhältnis. Mit ihrem Anti-EU-Gehabe, ihrer beinahe schon übertriebenen Neutralität allem und jedem gegenüber und ihrer bald schon Außenseiterrolle in Europa wirken sie auf mich ein wenig wie Aliens. – Aber ich habe gute Erfahrungen mit Schweizer Autorinnen gemacht: Heike Henzmann aka Anna Veen ist einfach wundervoll, wenn man als Verlegerlein mit einer Autorin zusammenarbeiten soll, und auch wenn Judith Faller nicht ganz so einfach zu handhaben war – gnichel –, ihr Büchlein »Nachtgedanken«, das nun als Band 11 der Reihe »Außer der Reihe« meines Verlages p.machinery erscheinen wird, hat für alle kleinen Haken und Ösen, die es auf dem Weg zum Buch gab, voll und ganz entschädigt. Und – Judith hat mit Kerstin Broska eine Fotografin und Bildbearbeiterin gefunden, die die ursprüngliche, allerdings urheberrechtlich problematische Bildidee wunderbar neu umgesetzt und realisiert hat. Um es auf Bayerisch zu formulieren: I gfrei mi goar sakrisch!

Details zum Buch findet ihr hier.