Routine, einmal mehr

Ich weiß gar nicht mehr, mit welcher Ausgabe ich wieder angefangen habe, die ANDROMEDA NACHRICHTEN für den SFCD zu machen … 206? 216? Egal. Es war Ende 2006, also auch schon wieder 11 Jahre her … 11 Jahre à 4 Nummern sind 44 Nummern … Den Rest rechnet ihr gerne selbst.

Die aktuelle Nummer ist dieser Tage in die Druckerei gegangen:

ANDROMEDA NACHRICHTEN 259
SFCD e.V., Murnau, Oktober 2017, 84 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt:
Waldemar Kumming. Ein Nachruf
Angelika Herzog, interviewt von Ralf Boldt

Cons
Ralf Belling: Tervetuloa – Willkommen in Helsinki
Dort.Con – Das Team verabschiedet sich mit einem Fest
Vorsicht, Worldcon! Ein Brief von Jürgen Lautner
Jürgen Lautner: Hinter den sieben Bergen. Die 34. Wetzlarer Tage der Phantastik
Jürgen Lautner: Con~Fetti. Kurznachrichten aus dem Fandom

Fantasy
Cinema
e:Games
Science
Zerrspiegel
Fanzinekurier
Reissswolf

Story:Files
Gard Spirlin: Paradise Prime

Das Titelbild stammt von Andreas Schwietzke.

Dritte Freude

Ich weiß nicht, wie es anderen Kleinverlegern geht, aber ich freue mich, wenn Kunden … äh, Autoren wiederkommen. Und das gilt natürlich auch für Herausgeber, Zeichner usw. usf.
Zum dritten Mal jedenfalls darf ich bei p.machinery eine Anthologie des Fantasyguide veröffentlichen, einer Internetseite, die schon auf mehr als zehn Jahre Tradition zurückblicken darf. Michael Schmidt hat in diesem Werk einige beeindruckende Storys zusammengestellt, und mit meinem Verlag beweise ich einmal mehr, dass ich Kurzgeschichten liebe und mir die Genres schnurz sind, so lange die Werke wie hier hohe Qualität bieten.

Michael Schmidt & fantasyguide.de präsentieren
DER LETZTE TURM VOR DEM NIEMANDSLAND
Fantasy 24
p.machinery, Murnau, September 2017, 282 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 104 4 – EUR 11,90 (DE)
eBook-ISBN 978 3 7438 3094 3 – EUR 5,99 (DE)

Weitere Details (z. B. die einzelnen Geschichten und deren Autoren) finden sich hier. – Und bekanntermaßen gibt es Ärger mit CreateSpace, was die Veröffentlichung des Buches über deren PoD-Schiene angeht; Genaueres liest der geneigte Leser hier.

Ameisen f***en?

Es ist schlimm genug, wenn CreateSpace-Hotliner Textbausteine in die Mailkanäle drücken. Schlimmer wird es, wenn sie nicht nur Unsinn verzapfen – inzwischen heißt es sogar, dass man das Buch (es geht um »Der letzte Turm vor dem Niemandsland«) nicht mehr finden kann. Weitere Autorenstatements liegen vor; andere fehlen noch (ich will nichts unterstellen, aber es sieht so aus, als nähmen einige Autoren das Problem nicht ernst).
Meine letzte Mail – mit allen Anlagen – an die amerikanischen Erbsenzähler:

What’s going on now? Enclosed you’ll find the complete confirmations of all authors of the collection, mentioned below – including […] and […]. You will find also the answer you gave the editor Michael Schmidt, that you couldn’t identify the book.

So … What’s going on? Would you like to do business? Or fucking ants?

CreateSpace und die Folgen der Vertrumpung

Ich glaube, ich werde die Duden-Redaktion kontaktieren und um eine wesentliche Änderung im Duden bitten. Das Wort »dumm« sollte durch »trump« ersetzt werden. Worte, die auf »dumm« basieren, entsprechend: »Verdummung« = »Vertrumpung«, »Dummheit« = »Trumpheit« und so weiter.

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Fast verhoben

Dass ich mich fast verhoben habe, könnte man mir unterstellen. Ja. Als Patrick Schön das Anthologieforum als eigenständiges Forum einstellen wollte, habe ich zumindest mal die Domain gesichert – zu einer Wiederbelebung eines echten Forums bin ich indes noch nicht gekommen. Allein bei Facebook dümpelt das Ding ein wenig vor sich hin.
Und dann waren da noch die Anthologien …

»2112 – Geschichten aus einer dystopischen Zukunft« erschien schon im August 2014 als AndroSF 42. »Die Schrecken der Vergangenheit« (Horror 6) dauerte dann bis Februar 2017 – und erst in diesen Tagen erscheint auch endlich die letzte von Patrick Schön herausgegebene Anthologieforum-Zusammenstellung mit einer Sammlung fantastischer Krimis: »Unfassbar!« (AndroSF 67).

Das Titelbild ist eine ganz winzige, aber bemerkenswerte Geschichte. Es gab kein Titelbild. Ein Grafiker hat aus seinem fertigen Fundus zwei Bilder geliefert, die mir spontan gefielen – aber nicht für dieses Buch. Auf wen ich mich aber immer verlassen kann, das ist Lothar Bauer: Seine beiden Cops, die nun das Titelbild zieren, kamen quasi von der Stange, waren fertig, haben gepasst – et voilà, endlich habe ich mal wieder ein frisches Lothar-Bauer-Titelbild.

Patrick Schön (Hrsg.)
UNFASSBAR!
Fantastische Krimis
AndroSF 67
p.machinery, Murnau, Juli 2017, 122 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 099 3 – EUR 8,90 (DE)
eBook-ISBN 978 3 7438 2529 1 – EUR 4,49 (DE)

Erinnerungen

Erinnerungen sind Teil unseres Lebens. Und gerade, wenn man älter wird, werden sie immer wichtiger. Und manchmal wünscht man sich vielleicht sogar, sich nicht immer an so viele Dinge zu erinnern, die man einmal erlebt hat.
Hanns Kneifel habe ich nie kennengelernt, ich habe nur wenige seiner Romane gelesen. Eigentlich ist er in Sachen SF für mich fast ein »no name« – und dennoch habe ich keinen Augenblick gezögert, als ich von Rainer Schorm und Jörg Weigand gefragt wurde, ob ich einen Band zum Gedenken herausbringen wolle. Es war einfach keine Frage. Irgendwer würde es sowieso tun, und warum also nicht ich. Immerhin wusste ich von mir, dass ich in der Lage wäre, das Buch in schöner und angemessener Form zu präsentieren.
Rainer Schorm war dabei ein starker und immer präsenter Zuarbeiter, dem viel an diesem Buch zu verdanken ist, das über die reinen Texte hinausgeht. Ansonsten habe ich mir alles gegönnt, was sich für mich zu gehören scheint: das übliche ordentliche Korrektorat, eine homogene Rechtschreibung, ein durchgängiges, klares Layout – und Farbbilder, so sie in Farbe vorlagen. (Nur die Amazon-Ausgabe, die es ohne Extrakosten gibt, ist wie üblich komplett in Schwarz-weiß.)

Rainer Schorm & Jörg Weigand (Hrsg.)
IHN RIEFEN DIE STERNE
Zum Gedenken an Hanns Kneifel
AndroSF 65
p.machinery, Murnau, Juli 2017, 196 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 084 9 – EUR 10,90 (DE)
eBook-ISBN 978 3 7438 2592 5 – EUR 5,49 (DE)

Welten über Welten

Wir haben durchaus ein wenig gerungen, mit dem Titel der neuesten Reihe meines Verlages p.machinery, Frank G. Gerigk und ich. Verschiedene Varianten – darunter eine wahre Textwurst – wurden durchdacht, und am Ende sollte die Reihe einfach nur »Die Welten der SF« heißen. Kurz, prägnant, eindeutig. Und noch ein wenig länger dauerte es, bis auch ich verstanden hatte, dass die Bücher allesamt den Titel »Die Welten des [Autorenname]« tragen würden. Aber am Ende hat’s geschnackelt.

Bis der erste Band – siehe unten – erscheinen konnte, hat es natürlich länger gedauert als geplant. Ein wenig Mitschuld trägt Arndt Drechsler, viel beschäftigter Grafiker, der mehr als einen Entwurf präsentieren musste, bis vor allem mein Herausgeber zufriedengestellt war. Aber ansonsten ist das Projekt gut verlaufen. Und auch der Autor – Rainer Erler, siehe unten, wie gesagt – war erbaut; er hat gemailt:
»Was für ein Buch! Das geheimnisvolle Cover! Das liebenswürdige Vorwort! Die Würdigung des Autors im Klappentext! Und schließlich eine Biografie, auf die noch meine beiden Enkel stolz sein werden. – Der Autor ist also voll des Lobes und bedankt sich herzlich.«
Was möchte man als kleiner Verleger mehr – von einem Mann wie Rainer Erler?

Nun, ich kann es euch sagen: Verkaufszahlen. Also schlagt zu. Die Sammlung ist die derzeit einzige aktuelle und vollständige Sammlung der Erlerschen SF-Geschichten auf dem Markt.

Alle Details zum Buch finden sich: hier.

Wenn dein Verlag wahrgenommen wird

Nun, mein Verlag p.machinery ist inzwischen 13, fast 14 Jahre alt. Dass er längst wahrgenommen wird, steht völlig außer Zweifel. Trotzdem gibt es manchmal überraschende Entwicklungen, die ich so nicht wirklich erwartet hätte.

Thomas Franke ist ein toller Künstler, der die SF-Werkausgabe Herbert W. Franke mit seinen Titelbildern ziert und auch sonst für viel Freude in meiner Arbeit sorgt. Die Herausgeber von »Gegen unendlich« haben sich vor Kurzem erst entschieden, mit mir die Printausgabe ihrer Anthologie machen zu wollen. Und Ellen Norten ist nicht nur wegen ihrer Sachwaltung des Hubert Katzmarzschen Erbes zu einem lieben und für meinen Verlag produktiven Kontakt geworden.

Im August 2017 nun findet gemeinsam mit der Buchhandlung Böttger in Bonn eine Reihe von Veranstaltungen statt, in denen Bücher meines Verlages eine nicht unbedeutende Rolle spielen:

Als PDFs zum Download: Aushang | Plakat | Flyer.

Dass mich das erfreut, steht völlig außer Frage.