Stressige Wochen, die sich lohnten

Die Wochen vor Herbert W. Frankes 90stem Geburtstag Mitte Mai waren mit reichlich Arbeit gesegnet. Und nicht nur die drei Bände »Der Elfenbeinturm«, »Zone Null« und »Der Kristallplanet« – der alleine annähernd den Umfang dreier bisheriger Werkausgabenbände darstellt – sorgten dafür, sondern auch der sechste Band von Die|QR|Edition. Denn Michael Weisser hatte sich ausgedacht, hier eine spezielle Version des in den 80ern gemeinsam mit Franke verfassten »Dea Alba« zu präsentieren. Und das gelang:

Das Buch weist einige kleine Besonderheiten auf. – So entspricht die Titelgeschichte »Dea Alba« nicht 100prozentig dem Original aus den 80ern; auch die beizeiten in der SF-Werkausgabe Herbert W. Franke (geplant als Band 21) erscheinende Version wird Abweichungen aufweisen. Die ursprünglichen Grafiken fehlen – und wurden durch QR-Codes von Michael Weisser ersetzt – und auch der Text wurde überarbeitet. Man könnte von einem Remix oder vielleicht besser einer Coverversion sprechen: Das Original bleibt erkennbar, die Anpassungen sind zeitgemäß. – Auch die Geschichte »Die Weltformel« von Herbert W. Franke besitzt gegenüber der parallelen Veröffentlichung als »Die Weltformel – Eine Dokumentation« in »Der Kristallplanet« (Band 29 der SF-Werkausgabe Herbert W. Franke, p.machinery) Abweichungen, wenn auch nur marginaler Natur.

Weitere Details zum Buch findet ihr hier.

Geburtstagsgeschenk

Am 14. Mai 2017 hat Herbert W. Franke seinen 90sten Geburtstag gefeiert – bei bester Gesundheit und unter dem sich erst in den Tagen nach der Feier so richtig setzenden Eindruck zahlreicher Besucher und ebenso zahlreicher Geschenke. Ich hatte nicht nur die Ehre, dort sein zu dürfen, Herrn Franke und seine Susanne Päch näher kennenzulernen, sondern endlich auch einmal meine Herausgeber der SF-Werkausgabe Herbert W. Franke zu treffen und kennenzulernen (bislang hatten wir alle nur per E-Mail das Vergnügen). (Zu diesem Geburtstagssonntag schreibe ich später noch einen eigenen Beitrag.)

Für das Geburtstagskind hatten wir gleich drei knackige Überraschungen im Gepäck (und es ist nicht nur Ulrich Blode und Hans Esselborn, sondern auch Susanne Päch zu verdanken, dass nicht nur »Zone Null«, sondern vor allem auch »Der Kristallplanet« ein ganz besonderes Buch geworden ist). Aber schaut selbst (und nutzt die Links unter den Bildern, um euch mehr Infos zum Inhalt zu holen).

Details zum Buch: hier.

Details zum Buch: hier.

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Wie gesagt: Schaut euch die Details zu den Büchern – vor allem zum »Kristallplanet« – an, denn da gibt es einiges zu sehen und zu lesen.

Der SFCD und sein SF-Magazin

Lange Jahre hatte der SFCD so seine Probleme damit, sein ANDROMEDA SF MAGAZIN in einer einigermaßen ordentlichen Erscheinungsweise zu präsentieren. Nach Jahren, in denen kolportiert wurde, es sei nicht genug Geld da, und Jahren, in denen sich potenzielle Redakteure von der Mitgliederversammlung zur Produktion einer Ausgabe vergattern ließen, die dann nie erschien, änderte sich das nach einer MV-Entscheidung, die Hoheit über das Magazin einem Herausgeber zu übergeben.

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Das ist alles nicht so einfach

Wenn ich mir so anschaue, was ich noch an Ideen für Kurzgeschichtenanthologien auf Lager habe, wird mir angst und bange. Ende 2024 will ich meinen Verlag los sein – anderes Thema, diskutieren wir später –, aber wenn ich all diese Ideen noch realisieren möchte, dann brauche ich noch mindestens ein zweites Leben. Seufz.
Und für die ausgeschriebenen, gelaufenen Anthologien habe ich ja auch eine Verantwortung. Es kann ja nicht angehen, Autoren zu einer Geschichte zu animieren und sie dann hängen zu lassen.
Das ist das Kreuz von STORY CENTER. Die Geschichte erzähle ich nicht mehr. SFCD, Arno Behrend, Vorstandsentscheidung, Übernahme durch meinen Verlag. Rablablablah.
Am Anfang sah alles gut aus, dann ging es durcheinander, es gab anderes zu tun, viele Projekte, zu viele Projekte – und inzwischen ist STORY CENTER einfach raus aus der Jahreszählung. Die ursprüngliche 2012er Anthologie erschien nicht wie geplant, als 2014er nach einer Verschiebung auch nicht.
Aber nun. Aber jetzt. Aber:

Um den zwangsläufigen Schnitt abzubilden, heißt STORY CENTER nun nicht mehr nur STORY CENTER, sondern »Michael Haitels STORY CENTER«. Die Jahreszahl lasse ich weg – nicht nur, aber auch, weil ich vorhabe, dieses Jahr 2017 aufzuräumen, abzuarbeiten (und ich bin sicher, es kommt wieder alles andere als geplant – wir werden sehen).

Immerhin ist ein Anfang gemacht. Und ich verspreche, es geht weiter. Keine meiner Anthologien wird gekippt – das ist nicht mein Ding. Und wie sich bei der aktuellen Anthologie »Das Kreuz der Malteser« zeigt, bleiben die Autoren bei der Stange. Was ich toll finde, was ich ihnen hoch anrechne – und was es für mich noch ein Quäntchen schwieriger macht, das einfach so als selbstverständlich wegzustecken.

Auch Kleinvieh macht Mist

Als Angehöriger des Literaturpreiskomitees des Deutschen Science-Fiction-Preises erwarte ich nicht, dass die Bücher meines Verlages in besonderer Weise Aufmerksamkeit erlangen. Ich stelle sie dem Komitee natürlich zur Verfügung – das gehört sich so für einen (Klein-) Verleger, und andere Verleger (und sogar Selfpublishing-Autoren) machen das auch so. Allerdings versuche ich, mich bei den Bewertungen und Nominierungen eigener Werke zurückzuhalten. In der Tat ist es auch nicht einfach, da objektiv zu sein – die Werke anderer Autoren und Verlage lese ich ganz anders als die Bücher, die ich selbst gemacht habe. Da bleiben schon ganz andere Eindrücke zurück, die praktisch nicht miteinander vergleichbar sind.

Wie auch immer: Im DSFP 2017, der den Jahrgang 2016 beurteilt, sind nun die Nominierungen veröffentlicht worden (siehe hier), und immerhin hat es – ohne meine Einflussnahme! – eine Geschichte geschafft, in die Nominierungen der Kategorie »beste deutsprachige Kurzgeschichte« zu gelangen: Gemeint ist Frank Lauenroths »Tubes Inc.«, eine Kurzgeschichte aus der von Ralf Boldt herausgegebenen Anthologie »Hauptsache gesund!«, die als AndroSF 57 in meinem Verlag erschienen ist.


Details zum Buch: hier.

Und wäre da nicht mein allerliebster Kleinverlegerverlagskonkurrent Harald Giersche mit der in seinem Begedia-Verlag erschienenen Anthologie »Gamer« und der darin enthaltenen Story »Das Netz der Geächteten« von Michael K. Iwoleit, dann würde ich mir vielleicht sogar Chancen ausrechnen …

Ich bin ein Schwein

Ja. Das bin ich. Und ein Arschloch. Ein fieser, hinterfotziger Mistkerl. Und im Gegensatz zu vielen Menschen habe ich kein Problem damit. Ich kann nicht nur über mich lachen; ich kann mich auch selbst verurteilen. Kein Problem. Das Problem haben viele andere Menschen, denen ich damit die Luft aus den Segeln nehme. Wenn mir jemand ernsthaft – weil wir Zoff miteinander haben – sagt: »Du bist ein Riesenarschloch!«, antworte ich: »Hm. Ja. Und?« Die Frage ist eben, wem diese ausgesprochene Erkenntnis etwas bringt. Mir bringt sie nicht mehr Erkenntnis als zuvor, denn natürlich weiß ich, was ich bin.

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Geschichten für Fantasia

»Fantasia« ist ein Name, der in der deutschen Fantastikszene einen Namen hat. Früher war es ein Printwerk vielfältigen Inhalts, herausgegeben von Gustav Gaisbauer und Franz Schröpf, der nach und nach auch einen immer größeren Anteil an der Herstellung übernahm, verlegt vom Ersten Deutschen Fantasy Club e.V., dem EDFC. Das war so bis Band 221.
Seit Band 222 erscheint »Fantasia« als PDF-Werk mit einem Seitenformat, das sich auch für E-Book-Reader eignet, sofern sie PDF darstellen können. Zuerst musste man sich ein Abonnement gönnen, heute ist »Fantasia« kostenlos. Anfangs erschien das neue »Fantasia« praktisch wöchentlich, inzwischen ist der Rhythmus ein wenig gemächlicher geworden, was auch der Tatsache geschuldet ist, dass wir alle nicht jünger werden – auch Franz Schröpf nicht, der sowieso einmal gesagt hatte, er wolle »Fantasia« nicht bis zum Ende machen.

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Wer glaubt schon dem Verleger?

Ich bin der Verleger dieses Buches. Es ist Peter Kiefers drittes Buch, das in meinem Verlag erscheint.
Das erste Buch waren Reiseerlebnisse von einem Weltreisenden. Peter Kiefer war immer viel unterwegs und ist es noch. Sein »Treibgut« erzählte »Vom Verreisen«. Ein schönes Buch mit zahlreichen Fotos. Leider kein Renner, aber das geht der ganzen »ErlebnisWelten«-Reihe so.
Das zweite Buch war ein Thriller. Auch wenn sich die Zahl der Leichen in ganz engen Grenzen hält und auch die Schilderung der Gewalt modernen Thrillern in Buch und Film nicht folgen kann, ist es ein Thriller. »Kleines Kino« ist zudem auch noch eine latent fantastische Geschichte.

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Ausschreibung HALLER 13: Schuld

Das ist doch nicht meine Schuld – oder doch? Wir werden schuldig, machen Schulden, gehen an unserer Schuld zugrunde, sühnen, bekommen Schulden erlassen, haben Mitschuld oder sind doch unschuldig – an allem?
Deine Schuld, meine Schuld, große Schuld: Das ist das Thema der Ausschreibung für die 13. Ausgabe der Literaturzeitschrift HALLER.

Bitte senden Sie bis 01. April 2016 in jeweils eigener Datei

  • Ihre unveröffentlichte Kurzgeschichte oder Bilder zum Thema »Schuld«
  • Ihre Vita mit Adresse
  • Ihr Foto (nur JPG oder TIF)

an info@literaturzeitschrift-haller.de.

Umfang: 1–20 Normseiten (oder nach Absprache). Dateiformat: DOC, DOCX. Formatierung: Times New Roman 12 pt, keine Fettschrift, keine Unterstreichung, keine Sperrung, keine Zeilennummerierungen, keine Spalten-, Abschnitts-, Seitenwechsel.
Voraussichtlich erscheint Haller Nr. 13 im Frühsommer 2016.
Mit Ihrer Einsendung erklären Sie sich bereit, Ihre Texte bei einer Lesung zu präsentieren bzw. ihre Texte zum Vortragen durch einen Vortragskünstler zur Verfügung zu stellen.

Zu bemerken wäre im Übrigen noch:
Die Anthologie wird von Corinna Griesbach herausgegeben und im Imprint »HALLER« im Verlag p.machinery zu Murnau am Staffelsee in der Reihe »Horror« verlegt werden. Sofern oben nicht anders genannt, gelten die Bedingungen für Ausschreibungen und die Anforderungen an Manuskripte.
Jegliche Korrespondenz wird bitte mit der Herausgeberin geführt.