Es bleibt schwierig

Der Beitrag mit dem Titel »Und einfacher wird es auch nicht« datiert vom 09.04.2017. Danach setzte das Schweigen im Walde ein. – Die hauptberufliche Lage bleibt schwierig, meine Gesundheit ist inzwischen angegriffen – nicht immer, aber immer öfter. Und das wirkt sich auch auf meine Aktivitäten aus – z. B. hier im eigenen Blog. Ich gelobe Besserung. Nicht aus dem Gefühl der Pflichterfüllung heraus, sondern weil mir dieser Blog durchaus wichtig ist. – In den nächsten Tagen werden nach und nach neue Beiträge erscheinen. Zunächst nichts Gravierendes, nichts Weltbewegendes, aber gedacht als Lebenszeichen. – Auch wenn das alles nicht so einfach ist, wie ich mir das wünschte … ich bin noch da. Und ich gehe nicht weg.

Wie man einen Hund missbraucht, ohne ihn überhaupt zu kennen

Derzeit grassiert insbesondere bei Facebook, aber ganz sicher auch anderenorts im »Netz« wieder so eine Nachricht, die man nicht ganz ohne guten Grund gerne auch als »Fakenews« betrachten kann.

Es geht um Hercules, einen Hund, der in dem am 23.02.2017 auch in Deutschland anlaufenden Film »Bailey – Ein Freund fürs Leben« eine Rolle spielt. Ein Video wurde in Umlauf gebracht, das so geschnitten und aufgemotzt war, dass der Eindruck entstehen musste, der Hund sei zu einem Stunt gezwungen worden, sei gequält worden. PETA, eine Organisation, die sich oft genug Kritik über ihr eigenes Vorgehen gefallen lassen muss, sprang natürlich sogleich auf den Zug auf und sorgte massiv – wenn nicht sogar initiativ? – für die Verbreitung des Videos über einen »Tierschutzskandal«; und Kinos in den USA, in Deutschland und anderenorts sagten die Premieren ab.
Das Video, dessen Urheber in den grassierenden Webmeldungen natürlich nicht festzustellen ist – man müsste sich ja die Frage stellen, wer davon profitiert, dass Hunde keine Persönlichkeitsrechte genießen, und Schauspieler wie Dennis Quaid dürfen sich auf solche Rechte ja sowieso nicht mehr herausreden, glaubt man dem wüsten Mob in der Welt – wird bei einem solchen Ablauf selbstverständlich nicht hinterfragt. Selbst die AHA, die American Humane Association, die seit weit über 100 Jahren verantwortlich für den Tierschutz in Filmaufnahmen ist, hat sich auf den exklusiven Wahrheitsgehalt des Videos mehr verlassen, als auf die Zuverlässigkeit der eigenen Mitarbeiterin, die zunächst einmal abgesägt wurde. Am Ende zeigt sich zunächst, dass alle Beteiligten unglaubwürdig sind, sofern sie nicht in die PETA-Kerbe hacken.

Aber wer hat denn nun recht? Zu hundert Prozent wird man das nie feststellen können. Aber all die semi- und volldigitalmilitanten Tierschützerinnen – es würde mich auch nicht wundern, wenn manche von denen noch nie ein Tier außer auf Facebook-Fotos und in Youtube-Videos gesehen haben –, die insbesondere bei Facebook Zweifler wie mich direkt und indirekt als nervensägenden Vollidioten hinstellen, interessiert das sowieso nicht. Sie stellen ja nicht einmal die simpelsten Fragen, wie zum Beispiel: Warum sollte ein wasserliebender Hund, der sechs Wochen für seine Szenen trainiert wurde, gezwungen werden müssen, etwas zu tun, was er liebt? Warum sollte eine Filmproduktionsmannschaft das angebliche Risiko eingehen wollen, dass ein Lebewesen – egal welches – zu Schaden kommt, nur weil ein Fakevideo zu beweisen scheint, dass es keinerlei Sicherheitsvorkehrungen gegeben habe und der Hund beinahe ersoffen sei? Und warum fragt niemand danach, warum einem denkbarerweise illegalen Videofilmer nicht die Fresse nach Strich und Faden poliert wird, weil er sich in dieser Weise um Sachen kümmert, die ihn einen feuchten Mist angehen sollten? Und – die wichtigste Frage überhaupt: Wann fängt PETA endlich an, über seine eigene Agitation nachzudenken und für den eigenen Ruf zuträglichere Alternativen in Erwägung zu ziehen?

Für mich steht fest: Es gibt keinen Grund, warum ein Produktionsteam, ein Regisseur, Schauspieler wie Dennis Quaid und andere einen Hund gequält haben sollten. Es mag sein, wie die AHA inzwischen eingeräumt hat, dass mit dem Hund nicht immer ganz zärtlich umgegangen worden sei, aber hier ist auch nicht mehr von Tierquälerei die Rede. Ich für meinen Teil bezweifle jedenfalls die Authentizität und Wahrheit von motivationslos hergestellten Videos, die von radikalen und radikalisierenden Organisationen wie PETA genutzt werden, um nicht nur Menschen und deren Ruf zu diskreditieren, sondern auch Tiere in instrumentalisierender Weise zu missbrauchen – ohne dass irgendein PETA-Mitarbeiter Hercules, den Hund, der u. a. »Bailey« spielt, überhaupt kennt.

Und für mich steht auch fest: Obwohl ich Mitglied im DsN e.V. bin und bleiben werde, weil ich deren Engagement in Rumänien gutheiße und zu unterstützen wünsche – wenn auch bislang nur mit Geld –, habe ich mich aus sämtlichen Facebook-Gruppen dieses Vereins verabschiedet und werde diesen Schritt nicht rückgängig machen. Die Facebook-Seitenbetreiber des DsN e.V. sollten sich überlegen, welche Facebook-User sie vor allem in den öffentlich zugänglichen Gruppen ihr Unwesen treiben lassen. Gleichgültig, ob sich das Unwesen auf die kritiklose Verbreitung von unbewiesenen Diskreditierungen von Menschen und Tieren bezieht, oder auf den unflätigen und beleidigenden Umgang mit Menschen, die manchmal noch gewillt und fähig sind, ihr Gehirn einzuschalten, sich Fragen zu stellen und einfach auch einmal über verschiedene Sichtweisen der Dinge zu diskutieren.

Wer das Thema im Web nachlesen möchte, braucht bei Google nur »Bailey Tierquälerei« als Stichwort einzugeben; es wäre sinnvoll, sich einen zweiten Bildschirm als Ersatz bereitzustellen, nachdem der erste Bildschirm mit der zu lesenden Scheiße vollgeschmiert ist.
Wer auch gerne einmal Fragen stellt oder sich Gedanken machen möchte, die über das Mitschwimmen im Shitstormvolk (»Wir sind der Shit! Wir sind der Shit!«) hinausgehen, der kann sich auch mal diese Seite anschauen: http://www.filmstarts.de/nachrichten/18510340.html. (Nach weiteren Seiten muss man lange suchen; ich möchte hier nicht näher ausführen, was mir das über deutsche Nachrichtenkultur zu Zeiten von Facebook und anderen asozialen [!] Medien zu sagen scheint.)

P.S.: Wer sich das Theater bei Facebook antun möchte, wird sicherlich problemlos fündig. In dem Thread in der öffentlichen Gruppe bei »DsN Tierschutz für ALLE« wurden meine Ausführungen inzwischen natürlich gelöscht. Auch so eine typische Reaktion von Leuten, die für nichts Argumente haben.

Heiligabend. Ein Rückblick

Ein fauler Tag. Ich habe nur Fotos ausgesucht. Für die Hundekalender. Siehe www.beckinsale.de/archive/3159. Frau hat mitgemacht und wertvolle Anregungen geliefert. Und sonst habe ich nichts gemacht. Rumgehangen. Tagsüber die »Munsters« auf RTLnitro geschaut. Und dann mal das Programm gewechselt. Abends gab es dann »Santa Clause 2« mit Tim Allen, den wir eigentlich nur zur Überbrückung schauen wollten, bis »Stirb langsam« auf Sky Action seinen Anfang nahm. Aber dann blieben wir bei Tim bis zum Ende hängen – und es hat sich gelohnt. Auf jeden Fall für die Stimmung, die dann für (den Rest von) Bruce auf genau dem richtigen Level war.

Und die Geschenke? Wir brauchen wenig. Ein Buch zum Thema »Reiki« für die Holde. Und Gewürzstreuer in hochwertiger Ausführung. Holzbretter für uns beide; ich bin ein notorischer Nichtporzellantellerbrotzeitler, es muss schon Holz sein (und angeblich sind die neuen aus Bambus, das dann auch mal als Holz durchgehen muss). Unterhosen, nein, Freizeithosen in kurz, um genau zu sein; ja, ich brauche so was. Manchmal. Und ansonsten? Ein bisschen Kleinkram. Wie gesagt, wir brauchen wenig. Das meiste haben wir schon.

Und nächstes Jahr? Da haben wir schon festgelegt, dass wir Weihnachten komplett ausfallen lassen. Zur Stressvermeidung :) (Wozu für mich auch gehört, den Weihnachtsbaum nicht mehr schmücken zu müssen …)


Edit 02.01.2017: Zu erwähnen wäre noch das Abendessen, das meine holde Gattin kreierte: Rindsrouladen mit einer leckeren Füllung aus Speck, Zwiebeln, Senf usw., dazu Möhren, und auch außerhalb der Rouladen selbst gab es einfach nur Möhren. Sonst nix. Es gibt die alte Weisheit, dass das Essen am besten schmeckt, wenn es wenig ist – und das hat sich zusätzlich bewahrheitet. Nach den anderthalb Rouladen für jeden von uns hätte ich noch ein oder zwei vertilgen können – aber vermutlich auch nur, weil sie halt nicht da waren <g>.

Weihnachten im Viereckigen

Wenn man sich das Fernsehprogramm am ersten Weihnachtstag, dem bekannten 25. Dezember anschaut, kommt man zu mehreren Erkenntnissen:

  • Wenn ich noch einmal in diesem Leben versehentlich in „Drei Aschennüsse für Hasenbrödel“ zappen muss, werde ich jemandem wehtun. Notfalls mir selbst.
  • Wenn ich dieses Weihnachtsfernsehprogramm unter Vermeidung von Mantrawiederholungssendern wie n-tv, n24, tagesschau24 usw. wie auch unter Vermeidung von Werbepeinlichkeitsverbreitern privater Eigentümer anschaue, bin ich reif für die Klapse. Das tut weh. Notfalls mir selbst.
  • Wenn ich die Lewis-Folge auf ZDFneo heute abend nicht schon kennen würde, würde ich mir diese antun. Und wenn ich „The Jungle Book“ auf Sky nicht in den nächsten Tagen und Wochen noch oft genug anschauen könnte, würde ich mir diesen Film antun.

Tatsächlich werde ich anderes tun:

  • Wenn meine Kopfschmerztablette wirkt und das Weißbier vertilgt ist, werde ich mit den Hundemoizen eine große Runde am Staffelsee machen (dauert ca. zwei Stunden, tut weh, auf jeden Fall mir).
  • Danach werde ich mir unter Vernichtung diverser weiterer Weißbiere die „Black & Chrome“-Edition von „Mad Max: Fury Road“ in feinstem BluRay-HD einpfeifen (tut auch weh, aber nicht mir).
  • Und danach wiederum die 4K-Version von „Jason Bourne“, die ich mir gestern unter den Weihnachtsbaum flattern ließ.
  • Und als Krönung heute abend gibt es die „Helene-Fischer-Show“. (Und wer meinen TV-Konsumgeschmack jetzt bedenklich findet, darf sich gerne still und heimlich in den Bart lästern, ansonsten aber die Fresse halten; sonst tut das weh – und garantiert nicht mir.)

Hoch oder quer – it’s good to be square

Seit einigen Jahren lasse ich für’s neue Jahr Kalender mit Bildern unserer Hunde produzieren. Bilder aus dem dann vergangenen Jahr. Und jedes Jahr sind die Kalender größer geworden – und zahlreicher.

Für 2016 hatten wir zwei A3-formatige Kalender mit Bildern jeweils von Kim und Naomi, exklusiv. Den Kalender von Naomi hatte ich auch Eleni geschickt, die uns die Freude machte, uns Naomi zu überlassen. Und vom dritten Kalender (A4 quer) machte ich zusätzliche Exemplare für meine Mutter, meinen Bruder (nebst Gattin) und meine Schwester (nebst Holdem).

Für 2017 ist das alles zu knapp geworden, also gibt es nur Kalender für uns. Aber … wir haben so viele tolle Bilder von unseren Moizen schießen können, dass es drei Kalender mit Bildern von beiden Moizen gemeinsam geben wird, einen von Kim und drei von Naomi (ja, ich gebe zu, ich bin bei den Aufnahmen ein wenig parteiisch, meinem eigenen Moizchen zugeneigt). Und bei den Formaten … bin ich mir noch nicht sicher. Ich werde heute nachmittag die Bilder hochladen und die Kalender designen, und mindestens einer mit Kim und einer mit Naomi wird von DIN-A2-Format bekommen, wenn Poster XXL – mein traditioneller Kalenderproduzent – das zu vernünftigem Preis anbietet.

»Der hat Probleme …«, meint ihr? Korrekt. Und ich bin froh, dass ich _solche_ Probleme habe – und keine anderen.


Edit 02.01.2017: Jaja, der Freud und sein Freudscher. Die 2016er Kalender hatten DIN-A2-Format, der kleinere immer noch DIN A2. – Ansonsten hat schließlich Cewe den Zuschlag bekommen; PosterXXL hatte nur ein völlig indiskutables Layout anzubieten.

Gute Gründe

Es gibt gute Gründe, sich wieder mehr um die eigene Blogpräsenz zu kümmern. Wenn ich Klaus N. Fricks Blog goutiere – was ich täglich tue, er gehört zu meinen Standardtabs – und es tut sich eine Weile nichts, überlege ich immer. Hat er schon wieder Urlaub? Oder so viel Arbeit? Oder ist es etwas Schlimmes, Beunruhigendes? Letzteres ist eher unwahrscheinlich, denn Klaus ist jünger als ich. Andererseits sind 2016 Leute gestorben, die deutlicher jünger waren als meine Wenigkeit. Roger Cicero. Malte Sembten. Nur zwei, die mir spontan einfallen. Oder in meinem Alter. Prince. Guido Westerwelle. Maja Maranow. Wenn man surft – https://gestorben.am/2016 – findet man immer noch mehr.

Aber gut. Bei mir sind die Gründe einfacher. Arbeit. Wenig Zeit. Viel Arbeit. Weniger Zeit. Nicht nur hauptberuflich, sondern eben auch als Verleger nebenbei. Aber ich denke, ich werde mir für Silvester einen Zettel mit einem guten Vorsatz schreiben. »Ich gelobe Besserung.« Oder so.

Dirk C. Fleck: NUR FLIEGE IST SCHÖNER

Normalerweise schreibe ich meine Blogbeiträge ja ganz selbst, sieht man von mehr oder minder umfangreichen Zitaten ab. Aber dieser Text gefiel mir so gut, dass ich Dirk C. Fleck – der mit inzwischen drei Büchern auch Autor meines Verlages p.machinery ist – um Erlaubnis bat, den Text, der zuerst auf KenFM (hier https://kenfm.de/nur-fliege-ist-schoener) veröffentlicht wurde, auch in meinem Blog präsentieren zu dürfen. (Danke, Dirk.)

NUR FLIEGE IST SCHÖNER
Von Dirk C. Fleck

Mir ist bewusst, dass ich mich mit diesem Artikel lächerlich machen könnte. In gewisser Weise verstehe ich das, denn die einwöchige Liebesaffäre mit einer Fliege, von der ich berichten möchte, ist einem Menschen, der so etwas noch nie erlebt hat (und das dürften die meisten von uns sein) nur schwer zu vermitteln – wenn überhaupt. Ich versuche es trotzdem.

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Wenn nicht nur Menschen gehen

Während um mich herum immer mehr Menschen sterben, mit deren Präsenz ich aufgewachsen und auch älter geworden bin – zuletzt Götz George und Bud Spencer –, gibt es auch Institutionen aus meinem Leben, die an irgendeinem Tag verschwinden. Während Menschen oft genug überraschend sterben – und auch wenn sie lange krank waren, kam der genaue Zeitpunkt doch immer unerwartet –, kann man bei Einrichtungen davon ausgehen, dass der Termin angekündigt wird. Und so war es auch bei der »Zwiebel« in der Düsseldorfer Altstadt:

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