Wenn dich die Lexware fickt

Vorbemerkung

Ich betreibe bekanntermaßen einen Verlag. Im Rahmen dieser Verlagsgeschäfte benutze ich seit 2013 die Software »Lexware faktura + auftrag« der Firma Haufe. Grund für diese Anschaffung und den Einsatz dieser Software war der Entzug der Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG durch das zuständige Finanzamt – oder anders ausgedrückt: Ich war auf einmal umsatzsteuerpflichtig bzw. – positiv ausgedrückt – vorsteuerabzugsberechtigt. Gleichzeitig erwies sich die Abwicklung von Buchverkäufen mit MS Word und Textbausteinen (statt Artikelstamm) als zu aufwendig, zeitraubend und vor allem fehleranfällig. Continue reading

Trojaner waren schon immer dumm

Ich bin ja nun auch kein Heiliger, aber die Gelegenheiten, bei denen ich mich auf eher dubiosen Internetseiten herumtreibe, sind selten. Immerhin habe ich mir seit Beginn meiner PC-Karriere (Commodore 128 nicht mitgerechnet) noch nie einen wirklich aktiv werdenden Virus eingefangen (und die wenigen, die es bis auf meine Festplatten schafften, wurden stante pede von meiner Virensoftware gemeuchelt). Aber inzwischen ist man eh nicht mal mehr in ordentlichen Gegenden des weltweiten Netzes vor bösen Buben sicher.
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Zu dumm zum Umzug

Meine Domain beckinsale.de lief bei 1+1 und war lange Zeit umgeleitet auf beckinsale.blog.com.mt. Auf beckinsale.de lief und läuft mein privater Blog.
Irgendwann war mir der Service des maltesischen Anbieters blog.com.mt zu unzuverlässig. Immer häufiger waren die Server am Wochenende abgeschaltet, der Blog nicht erreichbar. Auch die Antwortzeiten der Server wurden immer länger.
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Service schreibt man jetzt mit X

Ich bin seit Ende der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts Webhosting-Kunde bei 1+1. Damals hieß die Firma noch Puretec. Im Laufe der Jahre vergrößerten sich meine Pakete, bis ich zum Schluss drei Pakete laufen hatte, mit einer ordentlichen Portion Webspace, über zwanzig Domains und einem ganzen Haufen Schnickschnack, den ich eigentlich nie benutzte. Ich war zum Schluss Platin-Kunde mit eigenem Ansprechpartner, direkter 0800er Durchwahl und direkter E-Mail-Adresse. Und am Ende war ich unzufrieden.
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Ergreifend distanziert

Walter Isaacson
STEVE JOBS
Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers

C. Bertelsmann, 2011, a. d. amer. Englisch: Antoinette Gittinger, Oliver Grasmück, Dagmar Mallett, Elfi Martin, Andrea Stumpf, Gabriele Werbeck, eBook (Kindle Edition), eISBN 978 3 641 07462 3

VORBEMERKUNG
Es ist nun schon einige Wochen her, dass ich die Jobs-Biografie gelesen habe. Es war gleichzeitig eine Premiere: Mein erstes eBook!

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Nostalgisches Klickvergnügen

Vor einigen Monaten – mehr als vier, um genau zu sein – erwähnte ich es auf Facebook. Und inzwischen gibt es Anbieter von solchen Geräten mehr, als man vielleicht benötigt. Aber mir war es ein dringendes Anliegen, Geld auszugeben – für ein Stück Hardware, das heute viel zu wenig Aufmerksamkeit zu genießen scheint, schaut man sich an, was die Hersteller einem da so auf den Tisch stellen:

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Schnucki, Hersteller, Schnucki!

Ich liebe Fujitsu-Hardware. Ich liebte die Hardware von Fujitsu-Siemens. Und ich liebe die Hardware von dem, was blieb, nachdem die Münchner ihren Hut nahmen. Nach Zwischenstops bei Dell – sauteure 0815-Billig-Hardware – und Samsung – die sich für den Consumer und gegen den Businessuser entschieden – ist inzwischen sämtliche Hardware im Hause meines Arbeitgebers, für die ich zuständig bin, von Fujitsu-Siemens und Fujitsu. Und ich stehe dazu.
Gute Ware, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, gute Servicepartner – incl. Fujitsu selbst –, da will man als Netzwerker wenig mehr.
Aber was will mir mein Hersteller mit diesem Bild sagen?

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Nachtragszitat

Zum ersten Rickman-Roman möchte ich noch ein winziges Zitat nachreichen, als Schmankerl:

Merrily steckte sich eine Zigarette an. «In Momenten wie diesen schlage ich eigentlich vor, sich gemeinsam hinzuknien und um Beistand zu beten.»
«Das ist nicht Ihr Ernst», sagte Lol.
«Das ist mein Beruf», sagte Merrily.
«Das hatte ich ganz vergessen.»
Draußen auf dem Marktplatz begann eine Blaskapelle zu spielen.

Ich glaube, ich habe in meiner Rezension nicht deutlich genug hervorgehoben, dass das Buch insgesamt sehr dialoglastig ist – was ich sehr schön finde, ich bevorzuge Dialoge eigentlich –, und dass diese durchgängig sehr spritzig und schön ausgefallen sind.

(Und wenn der Mistscanner, dieser elektronische, japanische Sch***glump, japanische Mists** gescanned hätte, was ich gescanned haben wollte, dann wäre das obige Zitat auch länger ausgefallen. Aber nein, das muss ja nicht sein, dass man als Dr***shaufenm***elektronik noch das tut, was einem aufgetragen wird.)

Liest Ebay meinen Blog?

Vermutlich nicht. Ich gebe auch zu, dass ich Ebay niemals meinen nach und nach wachsenden Groll mitteilte. Das ist ja eh fast nicht möglich, da man diesen kommunikationsfeindlichen Konzern nicht wirklich erreichen kann. Aber fast könnte man meinen, dass man dort meinen Blog gelesen hat. Denn heute morgen erhalte ich eine Mail, die man – Ebay – schon gestern um 20.12 Uhr geschickt hat. In den »Verkäufer-News April 2010« wird unter dem Titel »Die Pflicht, kostenlosen Versand anzubieten, wird ersetzt« mitgeteilt:

»Seit 2009 müssen Verkäufer in einigen Kategorien kostenlosen Versand als erste nationale Versandart anbieten, da überhöhte Versandkosten besonders oft ein Grund für eine schlechte Kauferfahrung sind. Käufer haben den kostenlosen Versand sehr positiv aufgenommen, Verkäufer hingegen berichteten von Auswirkungen auf ihre Angebote.
Damit sich der Verkauf auch weiterhin lohnt, werden die geltenden Bestimmungen zum kostenlosen Versand zurückgenommen und ab 08. Februar 2010 durch eine Obergrenze bei den Versandkosten ersetzt.
Käufer freuen sich über Angebote mit kostenlosem Versand, und wenn Verkäufer diesen anbieten, werden sie weiterhin in den Suchergebnissen weiter oben angezeigt.«

Das ist doch mal schön, oder? Nutzt aber nicht wirklich etwas. Denn gerade, wenn ich z. B. betagtere Hardware anbiete, schlagen auch die Versandkostengrenzen zu. Es liegt ja nahezu in der Natur der miniaturisierenden Sache, dass das erwähnte Digital Album mit seinen läppischen 10 GB heute als MicroSD-Karte zu bekommen ist, die freilich für EUR 1,45 Briefporto (Maximum) zu verschicken ist, was bei dem alten 10-GB-Hobel einfach nicht drin war. Punktum.
Für mich bleibt es beim Abschied von Ebay.