Spielfinger

Kai Beisswenger ist ein Mensch, der mir sympathisch ist. Ich kenne ihn nicht persönlich. Noch nicht, vielleicht. Aber ich empfinde Sympathie, wenn ich mit ihm maile. Wenn ich seine Facebook-Beiträge – die immer irgendwie politisch sind – lese. Wenn ich mit ihm über Bücher diskutiere.
Seine Bücher, die ich bislang verlegt habe, sind keine Verkaufsraketen. Sowohl sein »verlorener Bruder« (siehe hier) als auch seine »schrägen Helden« (siehe hier) sind an der Wahrnehmung des lesenden Publikums bislang weitgehend vorbei gegangen. Unverdient, wie ich finde.
Kais Schreibstil ist eine Freude für jeden Lektor (und Korrektor auch). Er weiß, was er tut, er schreibt überlegt, ohne verkopfte Texte zu produzieren. Seine Geschichten haben sehr realistische Elemente, aber auch immer einen fantastischen Touch.

Und bei seinem aktuellen Buch »Finger im Spiel« ist das fantastische Element nicht gleich offensichtlich, aber letztlich nicht zu übersehen. Die Geschichte arbeitet mit den Variationsmöglichkeiten von Parallelwelten – oder besser parallelen Handlungssträngen, und dies in einer Weise, die dem Leser schon deshalb leicht nahegebracht wird, weil die eigentliche Handlung, um die es geht, sehr real erscheint.

Wie schon erwähnt: Ich habe als Verleger immer das Problem, meine eigenen Bücher nicht sinnvoll rezensieren zu können. Aber »Finger im Spiel« ist wahrlich geeignet, eine Ausnahme zu machen. Das Buch flutscht. Es liest sich gut, locker, entspannt – und interessant, spätestens dann, wenn man sich als Leser Gedanken darüber macht, was mit dem eigenen Leben geschähe, fänden solche Dinge statt, wie sie Kai Beisswenger in »Finger im Spiel« beschreibt.

Details zum Buch: hier.

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