Grafenkübel

Ich lästere gerne über Grafenaschau, einen Ort, den es so eigentlich gar nicht gibt. Die Gemeinde heißt eigentlich Schwaigen, und Grafenaschau ist nur ein Ortsteil, wenn auch – zugegeben – der wohl flächenmäßig größte. Der Ort ist recht ruhig gelegen, es gibt Durchgangsverkehr nur von Leuten, die Schilder ignorieren (was einen zu der Vermutung verleiten könnte, dass die Hölle auf der Verbindungsstraße zwischen Murnau-Westried und Eschenlohe los ist, weil ja heutzutage Logolegasthenie am Lenkrad vorzuherrschen scheint), die Leute, die ihre Autos nicht in Garagen parken, parken Fußgängerwege zu (weil der 40-Tonner-Verkehr so dicht ist; der letzte durchfahrende 40-Tonner steht im Schulgeschichtsbuch von 1972), und ansonsten sind die Häuser nobel, gepflegt und die Anwohner wohl sehr kostenbewusst (neudeutsch für »geizig«).

Bis zu meiner überraschenden Entdeckung am 30.11.2016 gab es in Grafenaschau – wenn überhaupt – nur die illegalen Schilder »Kacken verboten«, den rot durchgestrichenen Hund in eindeutiger Stellung. Für mehr gedachten die Grafenaschauer wohl kein Geld ausgeben zu wollen. Und umso überraschter war ich dann doch über diesen Anblick:

Das Foto von Ende November 2016 ist mir gestern wieder eingefallen, als ich den Kübel wieder vorfinden durfte: voll, mit einem dicken Müllbeutel oben drauf. Leider hatte ich mein Smartphone nicht am Mann <muff>.

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