Ratlosgeber

Alexandra Reinwarth
AM ARSCH VORBEI GEHT AUCH EIN WEG
mvg verlag, München, 2017, 185 Seiten, ISBN 978 3 86882 666 1

VORBEMERKUNG
Bei der 666 in der ISBN könnte man schon misstrauisch werden. Einmal mehr, wenn man sich anschaut, dass sich die Reinwarth offensichtlich auf solche Arten von Pseudoratgebern spezialisiert hat.
Die Empfehlung kam indirekt von meiner Schwägerin. Ohne Details. Offensichtlich hat sie das Buch amüsiert, was noch nichts heißt. Ich habe es mir schicken lassen – was auch noch nichts heißt.

WORUM GEHT ES?
Für Frauen der heutigen Zeit ist es wichtig, ihren Weg in der Gesellschaft zu finden – vor allem im ständigen Kampf gegen das männliche Geschlecht, gegen die Männergesellschaft, die von Männern generierten Vorurteile, Denkweisungen, Handlungsvorgaben und so weiter und so fort … Blah.
Alexandra Reinwarth schildert in diesem Buch – das sogar in der Audible-Werbung im TV gezeigt wird – all die Dinge, die eine Frau – das ist ihre Zielgruppe, für manche Männer dürfte das aber auch funktionieren – beachten muss, um mit ihrem Leben klarzukommen. Angefangen bei der eigenen Persönlichkeit, über Freunde, Bekannte, Unbekannte, Familie, Beruf, Eltern, Kinder, und natürlich – tataaaa! – die Liebe, wird alles in die Mangel genommen, um aufzuzeigen, wie frau sich die nervigsten Sachen am Arsch vorbei gehen lässt.

WAS GEFIEL?
Nichts. Die Frau ist ganz kurz davor, einen auf die Fresse zu kriegen, weil ihre Schriftsprache so larifari, so lusch-und-lall ist, dass es einem beim Lesen wehtut. Da ist schon vom Thema her keine Aussage drin, nein, auch von den sprachlichen Fähigkeiten liefert die Frau keinerlei Druck, keine Spannung, nichts Anmachendes, das ist seichtes, dumpfes, blödes Deutschgesabber, das sogar manche Werbefuzzis besser drauf haben – und die haben schon keine Ahnung von deutscher Sprache.

WAS GEFIEL NICHT?
Alles. Siehe vorher.

ZITAT GEFÄLLIG?
Um Gottes willen – sehe ich aus, als wäre ich so bescheuert?

ZU EMPFEHLEN?
Ja. Unbedingt. Für Frauen (und gerne auch Männer) ohne jegliches Selbstbewusstsein, ohne Gefühl für die eigene Person und die eigene Rolle in der eigenen und der insgesamten Welt, für Frauen (und eben solche Männer), die es brauchen, sich von irgendjemandem ins Ohr blubbern zu lassen, wie ihr Leben zu laufen hat, weil sie selbst nicht mal in der Lage sind, das Licht auf dem Klo einzuschalten und sich dann wundern, wenn die Brille wieder bekackt ist.

NOCH WAS?
Naja. Immerhin eines der überflüssigsten Bücher, das ich in den letzten 20 Jahren gelesen habe. Dagegen ist sogar Ancient Mail in Groß-Gerau noch anregend. Immerhin habe ich das Buch durchgehend auf dem Scheißhaus gelesen. Da passt es auch ganz gut hin.

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