Gewonnen

Es war nicht ganz unerwartet, und es ist vor allem nicht mein alleiniger Verdienst, aber es freut mich schon, dass wir (!) – Ralf Boldt und Wolfgang Jeschke als Herausgeber, der SFCD und letztlich auch meine Wenigkeit als Verleger – den Kurd-Laßwitz-Preis 2013 gewonnen haben, genauer: den Sonderpreis für einmalige herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen SF 2012. Zu verdanken haben wir (!) diesen Preis unserem Anthologieprojekt »Die Stille nach dem Ton …«, das 2012 als AndroSF 20 in meinem Verlag p.machinery erschienen ist.

Ich gratuliere nicht nur meinen Mitgewinnern, ich danke ihnen auch.
Ich danke Ralf Boldt für seine Initiative, die eine alte Idee von mir nicht nur hat aufleben lassen – sondern die durch ihn erst richtig mit Leben erfüllt wurde, mit knackigem, straff organisiertem und zielgerichtet und professionell durchgezogenem Arrangement.
Ich danke auch Wolfgang Jeschke, unserem »Mister German SF«, der seinem Namen für dieses Projekt gegeben hat und damit noch einmal klargestellt hat, was Science Fiction im Allgemeinen und die SF-Kurzgeschichte im Besonderen für ihn immer bedeutet hat.
Ich danke auch dem SFCD, der einmal mehr bewiesen hat, dass es nicht nur »Geht nicht«-Miesmacher in seinen Reihen gibt, sondern ganz im Gegenteil sehr viel mehr direkte und indirekte Unterstützer von Ideen, die dem Verein dazu verhelfen, seinen Ruf zu erhalten und noch zu verbessern. Der SFCD partizipiert an der Reihe »AndroSF« – und umgekehrt. Ohne den SFCD gäbe es die Reihe gar nicht erst, und ohne den SFCD und seinen Literaturpreis hätte es diese Anthologie nicht gegeben. Manch Insider mag vielleicht erwarten, dass irgendjemand daherkommt, dem SFCD das Anrecht auf diesen Preis abzusprechen, aber wer immer das tun möchte, der muss sich im Klaren darüber sein, dass er irrt. Auch wenn der SFCD mit dem Buch direkt nicht viel zu tun hatte – ohne ihn wäre es nicht entstanden. Und hätte in Person von Ralf Boldt, Wolfgang Jeschke und meiner Wenigkeit keinen Kurd-Laßwitz-Preis 2013 erhalten.

Erfreulich finde ich auch die Eindeutigkeit des Votums der Abstimmenden: 228 Punkte für unseren ersten Platz – gegenüber »nur« 132 Punkten für den Zweiten (Jürgen Schütz für sein »verlegerisches Wagnis, die Tiptree-Wiederveröffentlichungen plus Sekundärliteratur in einem Verlag herauszubringen, der an ein Mainstream-Publikum gerichtet ist; auch dies hätte durchaus mehr Stimmen verdient, aber gut …).

Und ich gebe zu, dass mich auch meine 92 Punkte (gegenüber 133 Punkten für den Erstplatzierten) für den fünften Platz beim zweiten Sonderpreis »für langjährige herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen SF 2012« mit Freude erfüllen; den Platz machte ich für meinen »Einsatz in der deutschen SF-Szene als Herausgeber und Verleger der Andromeda Nachrichten, der Reihe AndroSF und zahlreicher anderer Werke, als Blogger, Forenjunkie und SFCD-Offizieller«. Immerhin wurde ich von den Converanstalterteams des BuCon (Platz 4) und des ElsterCon (Platz 3) sowie von den Machern des EXODUS (Platz 2) geschlagen – ganz zu schweigen von Ernst Wurdack, der durch sein langjähriges Tun den verdienten ersten Platz erlangte.

Alle weiteren Details zum Kurd-Laßwitz-Preis 2013 finden sich hier. Und ich gratuliere ausdrücklich allen anderen Gewinnern und Platzierten zu ihrem Erfolg. Denn für mich war schon die Nominierung eine Ehre und Freude!

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