Kackfrech

Die Phishing-Gangster werden immer frecher. Und leider werden ihre zweifelhaften Produkte – die sogenannten Phishing-Mails – immer perfekter:

Ich habe die Bilder natürlich nicht heruntergeladen. Aber es ist bemerkenswert, wie gut und fehlerfrei das Deutsch inzwischen ist. Und wie frech genau auf die typischen, instinkthaften Reaktionen der Anwender gezielt wird. »Nutzen Sie ein aktuelles Antiviren Programm« – mir als notorischem Korrekturleser fällt zuerst auf, dass »Antiviren Programm« eigentlich zusammengeschrieben gehört; einem »normalen« Anwender fällt vielleicht zuerst ein, dass sein Antivirenprogramm nicht mehr das aktuellste ist. Oder was auch immer.
Und megafrech: »Klicken Sie nicht auf Links von fremden Absendern« und »Geben Sie ihr« (Tippfehler!) »Passwort nicht an Dritte weiter«. Das ist fast schon amüsant bis lustig.

Die Postbank ist keine kleine Bank. Bei mir zieht so eine Phishing-Mail nicht, denn ich bin kein Postbankkunde und werde auch keiner werden. Aber es gibt genug Postbankkunden – und ganz sicher genug, die auf so eine Mail hereinfallen.

Weniger Aufwand

Weniger Aufwand war die Produktion des E-Books zu »Lektüren in Sarajevo«, dem Band 7 der »Werkausgabe Tiny Stricker«, der schon im September 2015 erschienen ist – jaja, so schnell geht das. Und immerhin ist das gedruckte Buch ja eben schon ein Weilchen fertig; da gab es nichts mehr nachzuarbeiten. Das E-Book ist jedenfalls nun auch verfügbar und rundet die bislang erschienenen Bände der Werkausgabe ab:

Mehr Details zum Buch: hier.

Mit ordentlichem Aufwand

Wenn ein Autor, der schon in den 70er Jahren selbst heute noch bekannte Werke veröffentlichte, und ein Präzisionsscheißer als Verleger aufeinander treffen, entsteht ein Buch, in dem jede Menge Arbeit steckt. Diskrepanzen zwischen alter und neuer Rechtschreibung, zwischen Bindestricheritis und Zusammenschreibung, zwischen Klammer oder nicht Klammer … Tiny Stricker und ich haben bei diesem Buch ordentlich miteinander gekämpft. Aber es hat sich gelohnt. Als ich letztens die Fahnenkorrektur machte, fand ich gerade noch drei Tippfehler – und die waren nicht mal wirklich tragisch, wären möglicherweise gar nicht aufgefallen.

Das Buch ist Band 10 der »Werkausgabe Tiny Stricker« in meinem Verlag p.machinery, das zweite Buch dieser Werkausgabe – ja, wir veröffentlichen hier ein bisschen durcheinander –, und noch dazu das letzte Werk, das der Autor verfasst hat. Ich bin letztlich nicht nur froh, dass all die Arbeit Früchte trug, sondern auch stolz, das Buch veröffentlichen zu dürfen.

Alle weiteren Details zum Buch finden sich hier.

Dritte Freude

Ich weiß nicht, wie es anderen Kleinverlegern geht, aber ich freue mich, wenn Kunden … äh, Autoren wiederkommen. Und das gilt natürlich auch für Herausgeber, Zeichner usw. usf.
Zum dritten Mal jedenfalls darf ich bei p.machinery eine Anthologie des Fantasyguide veröffentlichen, einer Internetseite, die schon auf mehr als zehn Jahre Tradition zurückblicken darf. Michael Schmidt hat in diesem Werk einige beeindruckende Storys zusammengestellt, und mit meinem Verlag beweise ich einmal mehr, dass ich Kurzgeschichten liebe und mir die Genres schnurz sind, so lange die Werke wie hier hohe Qualität bieten.

Michael Schmidt & fantasyguide.de präsentieren
DER LETZTE TURM VOR DEM NIEMANDSLAND
Fantasy 24
p.machinery, Murnau, September 2017, 282 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 104 4 – EUR 11,90 (DE)
eBook-ISBN 978 3 7438 3094 3 – EUR 5,99 (DE)

Weitere Details (z. B. die einzelnen Geschichten und deren Autoren) finden sich hier. – Und bekanntermaßen gibt es Ärger mit CreateSpace, was die Veröffentlichung des Buches über deren PoD-Schiene angeht; Genaueres liest der geneigte Leser hier.

Malta: Keinesfalls im Abseits

Dass ich eine besondere Zuneigung zu den maltesischen Inseln empfinde, dürfte inzwischen bekannt sein; wenn nicht, dann jetzt. Ich war fünf Mal dort (1994, 1999, 2005, 2007 und 2009), es war Liebe auf den ersten Blick und Malta hat mir niemals Anlass gegeben, diese Liebe zu überdenken.
Ich bin Mitglied im German Maltese Circle (GMC) und ich wäre gerne viel öfter auf den Inseln*.
Im Übrigen habe ich früh angefangen, Literatur zu sammeln – alles, was sich über Malta und natürlich auch den Malteser Ritterorden finden lässt, findet mein ungeteiltes Interesse – ein Sisyphos-Hobby, ganz ohne Zweifel.
Und in meinem Verlag p.machinery habe ich eine – bislang noch veröffentlichungslose – Reihe namens »ErlebnisMalta«.

Wie, wann und wo ich auf dieses Buch mit dem zunächst ganz leicht irreführend scheinenden Titel »Abseits Malta« gekommen bin, weiß ich nicht mehr. Den Kontakt zu Bettina und Christian Launer – die in der DMG in Altenau aktiv sind – herzustellen, war indes nicht schwierig. Und auch die Idee, dass ich mich an der Vermarktung des Buches beteilige, war recht schnell umgesetzt.
Das Buch gibt es also zum Preis von 12,- Euro bei mir zu erwerben; oder bei Amazon (für all diejenigen, die nicht mailen möchten):

ABSEITS MALTA

Inhaltlich ist das Buch – das mich auch interessiert, weil ich hoffe, dass ich nach dem Abverkauf der ersten Ausgabe die zweite machen darf – etwas ganz Besonders, wie schon der Inhalt zeigt:

Es ist schon so, dass eine Reihe der beschriebenen … hm, nennen wir sie ruhig Sehenswürdigkeiten nicht auch in »normalen« Reiseführern erwähnt würden. Einer der wesentlichen Unterschiede ist bei »Abseits Malta« jedoch die Ausführlichkeit der Beschreibungen, umfangreiches Bildmaterial – das sich die Reiseführerautoren und -verlage bei »Kleinigkeiten« gerne sparen – und vor allem: Längen- und Breitengradangaben bis auf die Sekunde genau. Ausgerüstet mit einem GPS-fähigen Navigationsgerät findet man auch die ausgefallensten und unauffälligsten Besonderheiten auf den Inseln garantiert.

Das Buch eignet sich für jeden Malta-Besucher, der mehr Zeit hat als den Ein-Tages-Stopp einer Mittelmeerkreuzfahrt oder die Ein-Wochen-Pauschalreise. Neben einem »normalen« Reiseführer sollte man sich dieses Buch als Erweiterung und Vervollständigung gönnen, nicht zuletzt, weil die beschriebenen Sensationen die Begeisterung für die Inseln südlich von Sizilien festigen können

* Das scheitert vor allem am Zeitmangel, denn aufgrund der Tatsache, dass ich keinen Urlaub ohne unsere Hunde machen will, bräuchten wir Zeit für einen Trip mit einem Wohnmobil oder überhaupt mit einem Auto, was hin und zurück leicht eine Woche kosten dürfte. – Aber ich sehe optimistisch in die Zukunft.

Ameisen f***en?

Es ist schlimm genug, wenn CreateSpace-Hotliner Textbausteine in die Mailkanäle drücken. Schlimmer wird es, wenn sie nicht nur Unsinn verzapfen – inzwischen heißt es sogar, dass man das Buch (es geht um »Der letzte Turm vor dem Niemandsland«) nicht mehr finden kann. Weitere Autorenstatements liegen vor; andere fehlen noch (ich will nichts unterstellen, aber es sieht so aus, als nähmen einige Autoren das Problem nicht ernst).
Meine letzte Mail – mit allen Anlagen – an die amerikanischen Erbsenzähler:

What’s going on now? Enclosed you’ll find the complete confirmations of all authors of the collection, mentioned below – including […] and […]. You will find also the answer you gave the editor Michael Schmidt, that you couldn’t identify the book.

So … What’s going on? Would you like to do business? Or fucking ants?

5 Jahre und doch kein Ende

Irgendwann in den nächsten Monaten ist es fünf Jahre her, dass ich mich mit meinem Verlag p.machinery von Books on Demand in Norderstedt getrennt habe. Lange Zeit war es ganz praktisch, dass die die Bücher produzierten und im Markt verfügbar machten, auch wenn die Margen gering (und manchmal gar winzig) waren. Aber BoD hatte schon damals für einen Kleinverlag keinen wirklich guten Ruf.
Anfang 2013 wurden dann alle Titel – mit Ausnahme zweier – gekündigt und die letzten Verträge werden 2018 auslaufen.

Aber das heißt nicht, dass die Titel, deren Verträge ausgelaufen sind, weg vom Fenster wären. Ganz aktuell ist dieser Titel neu herausgegeben worden:

Weitere Details zum Buch: hier.

CreateSpace und die Folgen der Vertrumpung

Ich glaube, ich werde die Duden-Redaktion kontaktieren und um eine wesentliche Änderung im Duden bitten. Das Wort »dumm« sollte durch »trump« ersetzt werden. Worte, die auf »dumm« basieren, entsprechend: »Verdummung« = »Vertrumpung«, »Dummheit« = »Trumpheit« und so weiter.

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Rot, wirklich rot

Ich habe für Dirk C. Fleck ja ein ganz spezielles Buch gemacht: »Alles auf Rot«. Speziell, weil es ein sehr persönliches, sehr autobiografisches Buch ist. Speziell auch, weil es das Buch nicht zu kaufen gibt. (Eigentlich … siehe unten …).

Dirk hat mir erste »Kritiken« geschickt, von denen sich die meisten auf das Buch selbst beziehen; diese möchte ich hier nicht veröffentlichen, denn es sind Dirks ganz eigene »Kritiken«.
Eine jedoch betrifft eher mich:

Es ist ein wunderbares Buch.
Und genauso schön ist es. Man könnte sich keinen besseren Verleger vorstellen.
Hat man dieses Buch erst mal in der Hand – ich war verblüfft von seiner Schönheit.
Der Schutzumschlag, selbst das Cover vom Buch an sich – genial!
Das Format, das Blatt, die Schrift, Gewicht – alles stimmt – es passt einfach zum Buch!!
Und dazu noch: das Leseband!!! So macht Lesen Spaß!!
Mein Lob gilt Dirk für dieses so überaus wertvolle Buch – aber auch dir, Michael Haitel!!
Chapeau!!!

Ich bin längst über das Alter hinaus, in dem mich Komplimente verlegen gemacht haben, in denen ich bei so was rot geworden bin.
Aber ich bin nah dran …

P.S.: Das Buch findet sich als Sammlerstück auf Amazon: Alles auf Rot. Eine Geschichte von Sucht und Sehnsucht. Der Erlös dieses Verkaufs kommt einem »guten Zweck« in Dirk C. Flecks Sinne zugute.

Krimistöffchen

Eigentlich ist die Reihe »Action, Thriller, Mystery« nicht ganz der richtige Ort für einen Krimi, auf der anderen Seite … Das mit dem »Thriller« passt schon.
K. K. ist freilich ein Pseudonym. Und in meinem Verlagsprogramm kein Neuling – ein Buch gab es schon: »Wie ein Echo in meinem Kopf«. Auch ein Krimi. Oder Thriller. Egal.
K. K. kam dann irgendwann mit der Idee, drei seiner Krimis in einem Buch zu veröffentlichen. Wie nennt man das noch? Omnibus, oder? Egal. Der eine Roman war sein »Echo«, der zweite der aktuelle »Ausgetrickst« – siehe unten – und der dritte entpuppte sich als überarbeitungsbedürftig. Ergo: Aufgrund der Tatsache, dass das »Echo« gerade erst 2015 erschienen war und der dritte Roman »Die Maske des Bösen« einer Nachbehandlung bedarf, entschieden wir, »Ausgetrickst« als eigenständiges Buch auf den Markt zu bringen.
Und K. K. hatte es eilig. Ständig belagerte ihn die Presse, und er will das Buch für einen Film vorschlagen. Nun ja – die üblichen Freuden eines Verlegers ohne Zeit für alles.

Wie auch immer – jetzt kommt erst mal »Ausgetrickst«.

Details zum Buch: hier.