Wenn dein Verlag wahrgenommen wird

Nun, mein Verlag p.machinery ist inzwischen 13, fast 14 Jahre alt. Dass er längst wahrgenommen wird, steht völlig außer Zweifel. Trotzdem gibt es manchmal überraschende Entwicklungen, die ich so nicht wirklich erwartet hätte.

Thomas Franke ist ein toller Künstler, der die SF-Werkausgabe Herbert W. Franke mit seinen Titelbildern ziert und auch sonst für viel Freude in meiner Arbeit sorgt. Die Herausgeber von »Gegen unendlich« haben sich vor Kurzem erst entschieden, mit mir die Printausgabe ihrer Anthologie machen zu wollen. Und Ellen Norten ist nicht nur wegen ihrer Sachwaltung des Hubert Katzmarzschen Erbes zu einem lieben und für meinen Verlag produktiven Kontakt geworden.

Im August 2017 nun findet gemeinsam mit der Buchhandlung Böttger in Bonn eine Reihe von Veranstaltungen statt, in denen Bücher meines Verlages eine nicht unbedeutende Rolle spielen:

Als PDFs zum Download: Aushang | Plakat | Flyer.

Dass mich das erfreut, steht völlig außer Frage.

Ich bin nicht gern gemein

Nein, das bin ich wirklich nicht. Aber ich kann auch nichts dafür, dass Dirk C. Fleck, einer meiner Autoren bei p.machinery, sich ein Buch gewünscht hat, als ein besonderes Stück zum Verschenken, ganz nach seinem Gusto. Es sollte nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sein – man kann sich darüber streiten, ob ein Autor wie Dirk C. Fleck nicht eine autobiografische und wirklich sehr persönliche Geschichte auch öffentlich machen darf, aber er wollte es halt nicht. Und für mich war das okay.

Eigentlich wollte er das Werk mit einem simplen Layout bei einem englischen PoD-Anbieter herausbringen, aber das konnte ich natürlich nicht akzeptieren. Es hat ein Weilchen gedauert – wie alle meine Bücher ein Weilchen dauern –, aber in diesen Tagen erscheint es nun: »Alles auf Rot«, eine sehr persönliche, sehr autobiografische Geschichte, die mir so gut gefallen hat, dass ich daraus den zwanzigsten Band meiner p.machinery-Reihe »Außer der Reihe« gemacht habe, obwohl es das Buch nicht zu kaufen geben wird. Aber das ist mir auch gleichgültig.

Dass ich das Buch für Dirk gemacht habe, hat sehr viel damit zu tun, dass ich den Menschen Dirk C. Fleck als Menschen schätze, als Autor, dass ich sein Werk mit Hochachtung betrachte, dass ich inzwischen auch ein klein wenig allergisch auf die Menschen reagiere, die meinen, Dirk für seine Ansichten und Einstellungen, für seine Fokussierung auf weltweite Ökologie, auf Themen zu den Dingen, die wir mit unserer Welt anstellen, und damit auf Themen zu unserer weltweiten Dummheit, verurteilen zu müssen, die ihn abkanzeln, herabwürdigen und die sich ihm gegenüber in einer Art und Weise benehmen, die einfach nicht akzeptabel ist.

Langer Rede kurzer Sinn: Es war mir ganz persönlich eine ganz besondere Freude, einem ganz besonderen Autor ein ganz besonders Geschenk zu machen. Und das ist »Alles auf Rot«. Und Dirk hat sich schon mit diesem Buch bei mir revanchiert – es ist eines seiner besten Werke, die ich kenne. Eben, weil es so ist, wie er ist.

Details zum Buch: hier.

Kein Schwimmbad nach Athen tragen

Also, an dieser Stelle noch viele Worte über den HALLER zu verlieren, würde bedeuten, den Eulen für Athen Dinge abzuverlangen, die sie nun wirklich nicht mehr mitmachen wollen. Aktuell jedoch erscheint die Ausgabe 14 mit dem Titel »Schwimmbad 1967«, eine Sammlung von durchaus auch autobiografischen Schwimmbaderinnerungen aus früheren Zeiten.

Wer mehr wissen mag, schaue hier.

Der eigentlich für’s Frühjahr 2017 vorgesehene Band erscheint leider mit ein wenig Verspätung. In der Ausgabe 15 – Ausschreibung siehe hier – werde ich das wieder aufholen. Versprochen.

Verrutschter Fokus

Über den HALLER, die Literaturzeitschrift aus Monschau, habe ich schon mehrfach was erzählt. Wie ich mit Corinna Griesbach, der bis heute zuständigen Macherin des HALLER, zusammengekommen bin, weiß ich nicht mehr. Es ist auch egal. Ich fing an, das Layout zu machen, und nach der Nummer 10 kam Corinna auf die Idee, den HALLER unter die Fittiche meines Verlages p.machinery zu stellen – als Imprint, wie man das neumodisch nennt.
Eigentlich sollte es längst eine Website für den HALLER geben, die der Optik des Verlages entspricht. Andere Imprints – wie sternwerk und Die|QR|Edition – sind da schon bedient. Aber der HALLER residiert immer noch unter Domain und Optik seiner Chefin. Auch gut.

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Zufallsfund

Bevor ich die Serie erstmals auf RTLnitro zu sehen bekam – und zwar von Folge 1 an –, hatte ich noch nie von »Burn Notice« gehört. Die Story um einen Ex-Spion, der von seinen Arbeitgebern geschasst wird und in Miami hängen bleibt, wo er versucht, sich unter Nutzung seiner Kenntnisse und Fähigkeiten den Lebensunterhalt zu verdienen, am Leben zu bleiben und herauszufinden, wem er seinen unerwarteten Karriereknick zu verdanken habe, ist … gut.

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Rechtsruck oder links herum? – Keine Amnestie für AfD

Die Band Böhse Onkelz wurde immer gerne in die rechte Ecke gerückt. Angefangen als Skinheadband mit einem indizierten Debütalbum haben sicherlich auch Menschen zu diesem Ruf beigetragen, die letztlich weder wussten, worum es ging, noch was sie taten. Es gab immer auch genügend Argumente, die genau gegen eine rechte Gesinnung in der Band sprachen. (Ausführliche Details dazu finden sich z. B. in der Wikipedia; und ja, ich weiß, welches Argument jetzt kommt.)

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Schweigsame Mimik

Wenn jemand den Namen Chuck Norris hört, denkt er an die klassischen Witze, die seit Jahren kursieren. Solche Dinger wie: »Wie viele Liegestützen schafft Chuck Norris? – Alle!« Ich bin sicher, irgendwo im Netz gibt es eine Seite, wo sie alle versammelt sind.
Falsch ist indes, dass Chuck Norris all seine Filme und Serien mit nur einem Gesichtsausdruck bewältigt hat – ich habe inzwischen mindestens zwei identifiziert, denn in einigen Fällen schafft er es durchaus, zu lächeln oder gar zu grinsen.


Die Serie in der IMDb. Norris in der Wikipedia.

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