Preiskomiteemitgliederunterhaltungskost

Edward St. Aubyn
DER BESTE ROMAN DES JAHRES
Piper Verlag, München, 2014, Hardcover (ohne Schutzumschlag, mit Lesebändchen, ohne Fadenheftung), 253 Seiten, ISBN 978 3 492 05435 5

VORBEMERKUNG
Das Buch schenkte mir Corinna Griesbach, eine meiner Herausgeberinnen in meinem Verlag p.machinery. Ich erinnere nicht mehr genau, mit welchen Worten ich das Werk erhielt – aber ich bin sicher, sie bezog sich auf meine Verlegertätigkeit. Ich beziehe mich mit dieser Rezension eher auf den Deutschen Science-Fiction-Preis und seine Komiteemitglieder, zu denen ich ja auch zähle.

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Träume sind eine Schizophrenie des Geistes

Thomas Thiemeyer
BABYLON
Knaur Verlag, München, 2016, Paperback, 523 Seiten, ISBN 978 3 426 65363 0

VORBEMERKUNG
Als Kurzgeschichtenfan mache ich um so einen Ziegelstein von Roman normalerweise einen hinreichend großen Bogen. Aus einem wirklich ganz unerfindlichen Grund habe ich jedoch dieses Reziexemplar des Knaur-Verlages auf meinen »akuten« Lesestapel gelegt – und sogar innerhalb recht kurzer Zeit in Angriff genommen.
Das war eine gute Idee. Aus mehreren Gründen: Zum einen ist das Buch für den Deutschen Science-Fiction-Preis 2017 relevant. Zum anderen … nun, das ergibt sich aus dieser Rezension.

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Und noch’n Hacker, wo ich schon dabei war

Die Hacker, die Christina, hatte mit »Die Telepathin« schon einen Roman in der FanEdition der Perry-Rhodan-FanZentrale (PRFZ). Aber die Österreicher haben anlässlich ihres AustriaCon 2016 im September einen Wettbewerb für ein Titelbild und einen Roman veranstaltet. Gewonnen hat Hans-Jochen Badura für das Titelbild – und Christina Hacker für den Roman. »Am Abgrund der Unsterblichkeit« ihr Werk, das, wie man hörte, von Roman Schleifer – dem Wiener Schleifer – ziemlich in die Mangel genommen worden sein soll. Was herauskam lässt sich lesen, kann ich sagen. Ich hab es nicht nur gelesen, sondern auch layoutet und so. Wie immer. Ich mach halt so Sachen.

Christina Hacker
AM ABGRUND DER UNSTERBLICHKEIT
Perry Rhodan FanEdition 18
Perry Rhodan FanZentrale e.V., August 2016, Paperback, 96 Seiten DIN A5

Mai 1514 NGZ. In der Milchstraße brodelt es.
Während im Sol-System der mysteriöse Techno-Mond die Terraner verängstigt, versucht Polyport-Präfekt Perry Rhodan den Konflikt zwischen Northside-Tefrodern und Jülziish um den Polyport-Hof ITHAFOR-5 zu entschärfen.
Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt verübt ein Unbekannter einen Giftanschlag auf einen engen Freund Perry Rhodans. Sofort mischt sich der Unsterbliche in die Ermittlungen ein – sehr zum Leidwesen der verantwortlichen TLD-Agentin Fiona Foniqi. Trotz der gegenseitigen Animositäten jagen sie gemeinsam den Attentäter, der ihnen immer einen Schritt voraus scheint.
Als sich der Zustand des Freundes verschlechtert und ihm nur noch wenige Tage zum Leben bleiben, treffen Rhodan und Foniqi eine folgenschwere Entscheidung. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit …

Christina Hacker, Jahrgang 1974, geboren und aufgewachsen im thüringischen Saalfeld/Saale, lernte nach dem Abitur Mediendesignerin und studierte anschließend Elektrotechnik in der Fachrichtung Medientechnik. Seit 2003 arbeitet sie im Großraum München freiberuflich als Ingenieurin und technische Redakteurin. Sie lebt mit ihrem Mann in Südostoberbayern.
Bereits seit dem Abitur schreibt sie Fanfictionstorys und Artikel für Star-Trek-Fanzines. Als verantwortliche Redakteurin kümmert sie sich seit 2014 um den Newsletter der PRFZ. Nach FanEdition 15 ist »Am Abgrund der Unsterblichkeit« ihr zweiter Roman im Perryversum.

Über ihren Roman sagt sie: »Nachdem der Zeitrahmen durch den Wettbewerb festgelegt war, musste ich nicht lange überlegen. Ich wollte eine Vorgeschichte zu Andreas Eschbachs ›Der Techno-Mond‹ schreiben. Der Roman war damals mein Wiedereinstieg in die PERRY-RHODAN-Erstauflage. Mir gefiel, wie der Autor Perry Rhodans Privatleben schilderte. Auch ich wollte den Polyport-Präfekten von seiner menschlichen Seite zeigen, die Verantwortung, die auf ihm lastet. ›Am Abgrund der Unsterblichkeit‹ bedeutet: Jede Entscheidung, die ein Unsterblicher wie Perry Rhodan trifft, führt ihn an den Abgrund. Ein Schritt in die falsche Richtung und er gefährdet das Leben von Menschen.«

Mal was für’n AustriaCon …

Es ist nicht so, dass ich wirklich »mal irgendwas zwischendurch« machen würde, aber diese Arbeit für den AustriaCon 2016, der im September 2016 in Wien stattfinden wird, und der im Verlag der Perry-Rhodan-FanZentrale (PRFZ) erscheinen wird, war fast so was wie »zwischendurch«. Und obwohl ich kein Perry-Rhodan-Fan mehr bin – schon lange nicht mehr –, haben mir die Storys, die ich da gelesen und durchkorrigiert sowie später layoutet habe, sehr gefallen. Anders gesagt: Der Schleifer kann schreiben. Aber die Fans wissen das eh.

Roman Schleifer
DER NOTRUF
und vier weitere STELLARIS-Storys
Perry Rhodan Edition AustriaCon 2016
Perry Rhodan FanZentrale e.V., August 2016, Paperback, 84 Seiten DIN A5

Anlässlich des AustriaCon 2016, der Zwanzigjahrfeier des PERRY-RHODAN-Stammtischs Wien ergänzt PR-STARDUST- und STELLARIS-Autor Roman Schleifer seine bislang elf STELLARIS-Geschichten aus der Erstauflage. In fünf Geschichten entführt er uns auf den terranischen Frachter STELLARIS, der seine Routen durch die Galaxis zieht.
In »Der Notruf« betritt er mit dem PR-Risszeichner Gregor Paulmann Neuland. Gemeinsam haben sie eine Kurzgeschichte und die Risszeichnung einer Space-Jet verknüpft und beides parallel erstellt. Die Risszeichnung beeinflusste die Story und umgekehrt, damit der Leser den Figuren aus der Geschichte in der Risszeichnung folgen kann.
In weiteren vier Geschichten bietet Roman Schleifer dem Fan eine Alternativstory zur offiziellen STELLARIS-Folge 41, schickt einen Versicherungsdetektiv auf Spurensuche, lüftet das Geheimnis eines Geistes und zeigt die Folgen einer verlorenen Wette.
Auch Hans-Jochen Badura, der Gewinner des AustriaCon-2016-Titelbildwettbewerbs ließ sich von der Story inspirieren und setzte eindrucksvoll eine Szene der Geschichte als Titelbild um.

Mal was richtig Schlechtes

Die Veranstaltung ist rum, deshalb kann man es ja sagen: Wer mal einen richtig schlechten Flyer – ein 6-Seiter – sehen will, der pfeife sich einfach den hier rein. Keine Rechtschreibung, keine Korrekturlesung, keine Tippfehlerkorrektur, kein Layout – und Sätze, die keinen Sinn ergeben: »Im dritten Jahr stellt Paul Adams freiwillig auf das größte Konzert in Murnau Zusammenführung Künstler in ganz Bayern.« Echt jetzt?

QR|5 als neue Layoutherausforderung

Bis Ende September erscheint der fünfte Band von Die|QR|Edition unter dem Titel »neugierig:denken!« – Details zum Buch hier – und der p.machinery-Imprint hat ein bis 15.09.2016 gültiges Subkriptionsangebot zu bieten: Details dazu hier. Michael Weisser hat für dieses Buch zahlreiche Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik interviewt, um Fragen zu künstlerisch-kreativem und non-linearem Denken beantwortet zu bekommen. Mit dabei sind auch Autoren wie Dirk C. Fleck, Herbert W. Franke und Uwe Post.

Für mich sind die Bücher der Die|QR|Edition immer schöne Herausforderungen bei der Layoutproduktion. Nicht nur, dass Michael Weisser immer recht konkrete Vorstellungen vom Buchlayout hat, die ich zugegebenermaßen so weit wie möglich zu erfüllen versuche – was oft genug gar nicht möglich ist –, auch das quadratische Format besitzt für mich immer einen besonderen Reiz. Im Falle des Bandes 5 wird das Layout Ähnlichkeiten mit dem des Bandes 4 haben – aber dennoch genügend Unterschiede aufweisen, damit es nicht langweilig wird. – Das Groblayout des 384 Seiten umfassenden Bandes 5 steht bereits; in den nächsten Tagen geht es an die Layoutfeinheiten, und dann gibt es noch eine ausführliche Layoutkontrolle durch Michael Weisser und durch mich.

Auf einem Bein kann man nicht stehen

Neben der von Ralf Boldt herausgegebenen Anthologie »Hauptsache gesund!«, die als AndroSF 57 bei meinem Verlag p.machinery erschienen ist, gibt es zum MediKonOne auch ein »Conbuch«. Das Werk erscheint mit seinen 156 Seiten im ungewöhnlichen Format 148 x 255 mm als ANDROMEDA SF MAGAZIN 154 des SFCD e.V. in einer Auflage von 700 Exemplaren: 350 Stück für den Con, 350 Stück für den Verein und seine Mitglieder. Das »Science-Fiction trifft Medizin« benannte Werk trägt ein Titelbild von Andreas Schwietzke.
(Unterhalb der Titelabbildung gibt es alle Daten gesammelt.)

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Rise of European Moments

Ich glaube, der Fall der Mauer und der Untergang der DDR hat uns allen irgendeinen europäischen Moment beschert. Grenzen fielen, Mauern verschwanden – nicht für jeden Europäer, nicht gleich, manch einer baute erst einmal Mauern auf, vor allem in Deutschland. »Waaah, die Ossis kommen!«
Klaus Frick schrieb heute in seinem Blog von einem europäischen Moment in den 80er Jahren. Hier.

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Wenn dich die Lexware fickt

Vorbemerkung

Ich betreibe bekanntermaßen einen Verlag. Im Rahmen dieser Verlagsgeschäfte benutze ich seit 2013 die Software »Lexware faktura + auftrag« der Firma Haufe. Grund für diese Anschaffung und den Einsatz dieser Software war der Entzug der Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG durch das zuständige Finanzamt – oder anders ausgedrückt: Ich war auf einmal umsatzsteuerpflichtig bzw. – positiv ausgedrückt – vorsteuerabzugsberechtigt. Gleichzeitig erwies sich die Abwicklung von Buchverkäufen mit MS Word und Textbausteinen (statt Artikelstamm) als zu aufwendig, zeitraubend und vor allem fehleranfällig. Continue reading