Wie man einen Hund missbraucht, ohne ihn überhaupt zu kennen

Derzeit grassiert insbesondere bei Facebook, aber ganz sicher auch anderenorts im »Netz« wieder so eine Nachricht, die man nicht ganz ohne guten Grund gerne auch als »Fakenews« betrachten kann.

Es geht um Hercules, einen Hund, der in dem am 23.02.2017 auch in Deutschland anlaufenden Film »Bailey – Ein Freund fürs Leben« eine Rolle spielt. Ein Video wurde in Umlauf gebracht, das so geschnitten und aufgemotzt war, dass der Eindruck entstehen musste, der Hund sei zu einem Stunt gezwungen worden, sei gequält worden. PETA, eine Organisation, die sich oft genug Kritik über ihr eigenes Vorgehen gefallen lassen muss, sprang natürlich sogleich auf den Zug auf und sorgte massiv – wenn nicht sogar initiativ? – für die Verbreitung des Videos über einen »Tierschutzskandal«; und Kinos in den USA, in Deutschland und anderenorts sagten die Premieren ab.
Das Video, dessen Urheber in den grassierenden Webmeldungen natürlich nicht festzustellen ist – man müsste sich ja die Frage stellen, wer davon profitiert, dass Hunde keine Persönlichkeitsrechte genießen, und Schauspieler wie Dennis Quaid dürfen sich auf solche Rechte ja sowieso nicht mehr herausreden, glaubt man dem wüsten Mob in der Welt – wird bei einem solchen Ablauf selbstverständlich nicht hinterfragt. Selbst die AHA, die American Humane Association, die seit weit über 100 Jahren verantwortlich für den Tierschutz in Filmaufnahmen ist, hat sich auf den exklusiven Wahrheitsgehalt des Videos mehr verlassen, als auf die Zuverlässigkeit der eigenen Mitarbeiterin, die zunächst einmal abgesägt wurde. Am Ende zeigt sich zunächst, dass alle Beteiligten unglaubwürdig sind, sofern sie nicht in die PETA-Kerbe hacken.

Aber wer hat denn nun recht? Zu hundert Prozent wird man das nie feststellen können. Aber all die semi- und volldigitalmilitanten Tierschützerinnen – es würde mich auch nicht wundern, wenn manche von denen noch nie ein Tier außer auf Facebook-Fotos und in Youtube-Videos gesehen haben –, die insbesondere bei Facebook Zweifler wie mich direkt und indirekt als nervensägenden Vollidioten hinstellen, interessiert das sowieso nicht. Sie stellen ja nicht einmal die simpelsten Fragen, wie zum Beispiel: Warum sollte ein wasserliebender Hund, der sechs Wochen für seine Szenen trainiert wurde, gezwungen werden müssen, etwas zu tun, was er liebt? Warum sollte eine Filmproduktionsmannschaft das angebliche Risiko eingehen wollen, dass ein Lebewesen – egal welches – zu Schaden kommt, nur weil ein Fakevideo zu beweisen scheint, dass es keinerlei Sicherheitsvorkehrungen gegeben habe und der Hund beinahe ersoffen sei? Und warum fragt niemand danach, warum einem denkbarerweise illegalen Videofilmer nicht die Fresse nach Strich und Faden poliert wird, weil er sich in dieser Weise um Sachen kümmert, die ihn einen feuchten Mist angehen sollten? Und – die wichtigste Frage überhaupt: Wann fängt PETA endlich an, über seine eigene Agitation nachzudenken und für den eigenen Ruf zuträglichere Alternativen in Erwägung zu ziehen?

Für mich steht fest: Es gibt keinen Grund, warum ein Produktionsteam, ein Regisseur, Schauspieler wie Dennis Quaid und andere einen Hund gequält haben sollten. Es mag sein, wie die AHA inzwischen eingeräumt hat, dass mit dem Hund nicht immer ganz zärtlich umgegangen worden sei, aber hier ist auch nicht mehr von Tierquälerei die Rede. Ich für meinen Teil bezweifle jedenfalls die Authentizität und Wahrheit von motivationslos hergestellten Videos, die von radikalen und radikalisierenden Organisationen wie PETA genutzt werden, um nicht nur Menschen und deren Ruf zu diskreditieren, sondern auch Tiere in instrumentalisierender Weise zu missbrauchen – ohne dass irgendein PETA-Mitarbeiter Hercules, den Hund, der u. a. »Bailey« spielt, überhaupt kennt.

Und für mich steht auch fest: Obwohl ich Mitglied im DsN e.V. bin und bleiben werde, weil ich deren Engagement in Rumänien gutheiße und zu unterstützen wünsche – wenn auch bislang nur mit Geld –, habe ich mich aus sämtlichen Facebook-Gruppen dieses Vereins verabschiedet und werde diesen Schritt nicht rückgängig machen. Die Facebook-Seitenbetreiber des DsN e.V. sollten sich überlegen, welche Facebook-User sie vor allem in den öffentlich zugänglichen Gruppen ihr Unwesen treiben lassen. Gleichgültig, ob sich das Unwesen auf die kritiklose Verbreitung von unbewiesenen Diskreditierungen von Menschen und Tieren bezieht, oder auf den unflätigen und beleidigenden Umgang mit Menschen, die manchmal noch gewillt und fähig sind, ihr Gehirn einzuschalten, sich Fragen zu stellen und einfach auch einmal über verschiedene Sichtweisen der Dinge zu diskutieren.

Wer das Thema im Web nachlesen möchte, braucht bei Google nur »Bailey Tierquälerei« als Stichwort einzugeben; es wäre sinnvoll, sich einen zweiten Bildschirm als Ersatz bereitzustellen, nachdem der erste Bildschirm mit der zu lesenden Scheiße vollgeschmiert ist.
Wer auch gerne einmal Fragen stellt oder sich Gedanken machen möchte, die über das Mitschwimmen im Shitstormvolk (»Wir sind der Shit! Wir sind der Shit!«) hinausgehen, der kann sich auch mal diese Seite anschauen: http://www.filmstarts.de/nachrichten/18510340.html. (Nach weiteren Seiten muss man lange suchen; ich möchte hier nicht näher ausführen, was mir das über deutsche Nachrichtenkultur zu Zeiten von Facebook und anderen asozialen [!] Medien zu sagen scheint.)

P.S.: Wer sich das Theater bei Facebook antun möchte, wird sicherlich problemlos fündig. In dem Thread in der öffentlichen Gruppe bei »DsN Tierschutz für ALLE« wurden meine Ausführungen inzwischen natürlich gelöscht. Auch so eine typische Reaktion von Leuten, die für nichts Argumente haben.

Ganz so einfach ist das nicht

Wahrlich nicht. Ein gutes Buch zu machen, ist eine Arbeit mit Anspruch. Nicht nur, aber auch, wenn das Material von Menschen zusammengestellt wird, die nicht ohne Erfahrung sind und die wissen, was sie wollen. Andreas Fieberg und seine Kollegen Michael Awe und Joachim Pack gehören dazu. Ihre E-Book-Reihe »GEGEN UNENDLICH« dürfte inzwischen in der Szene bekannt sein.

Als das zehnte E-Book zur Rede stand, trat Andreas auf mich zu und präsentierte die Idee, eine Art »Best of« aus den bisher erschienen E-Books zu machen – als gedrucktes Buch. Ich war natürlich mit von der Partie.
Und dann begann die Arbeit. Diskussionen, Klärungen, Feinheiten, was immer abzusprechen war. Es war eine erkleckliche Reihe E-Mails, die zwischen den Fronten … äh, Partnern hin und her gingen, und nicht alles ging ohne Widersprüche und gegenteilige Meinungen vonstatten. Da gab es zwei Autoren, bei denen unbedingt eine alte Rechtschreibung berücksichtigt werden musste; der eine hatte es vor seinem Tode verfügt, der andere wäre wohl für alle Zeiten eingeschnappt gewesen (was ich den GU-Machern natürlich nicht antun wollte). Auch das Titelbild bzw. dessen abschließendes Layout war Gegenstand von diversen Diskussionen, und es gab einige Entwurfsideen, die zur Begutachtung kamen.

Am Ende aber war alles gut, und das Buch ist nun verfügbar. Daten und Informationen zum Inhalt findet man hier, und das Titelbild von Stefan Böttcher sieht so aus:

Einmal mehr

Man sagt: »Was lange währt, wird doch noch gut«, oder – wie die Verbalkannibalen sagen würden: – »Was lange gärt, wird endlich Wut«. Letzteres trifft zum Glück nicht zu, aber lange genug hat es gedauert, bis die Anthologie »Schrecken der Vergangenheit« erschienen ist – in diesen Tagen –, die Patrick Schön für das und mit den Autoren des Anthologieforums zusammengestellt hat.

Das Anthologieforum – früher unter www.anthologieforum.de zu finden, derzeit nur bei Facebook und auch nur als geschlossene Gruppe – wurde von Patrick Schön ins Leben gerufen und lange Zeit am Leben erhalten. Wie das Leben so spielt … Er musste das Projekt aufgeben, gab es aber ab – und eine Neueröffnung des Forums steht noch aus. Aber darum geht es gar nicht –

Die Zeichen der Zeit bescheren uns allen heute viel zu wenig Zeit für all die Dinge, die wir gerne tun – und so blieb auch die Anthologie »Schrecken der Vergangenheit« viel zu lange liegen. Glaube ich den Datumsangaben der Dateien auf meinem Server, dann stammen die ersten Texte aus der Mitte des Jahres 2013; andere Daten sprechen vom vierten Quartal 2014. Wie auch immer – es war dann doch genug Zeit.
Und nun erscheinen die Geschichten, die klassischen Horror präsentieren, in Buchform (und natürlich auch als E-Book). Die Geschichten spielen allesamt im 18. Jahrhundert und gönnen dem Leser wahrlich klassischen Grusel. Aber davon sollte sich jeder selbst überzeugen.

Daten zum Buch gibt es hier.
Das sensationelle Cover stammt von Andreas Schwietzke:

Und die Komplettansicht:

Ungeklärt

Daniel Illy
ELYA-49
Books on Demand, Norderstedt, 2016, Taschenbuch, 397 Seiten, ISBN 978 3 7412 2355 6

VORBEMERKUNG
BoD ist ja inzwischen einigermaßen bekannt für Selfpublisherschrott. Leider. Dummerweise. Und die Bücher, die das Gegenteil beweisen, gehen vermutlich im Schrotthaufen schlicht unter. Aber nicht immer. Und es gibt sie wirklich. Die Edelsteinchen im Schrott.

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Die Literaten unter den Buchhändlern

scheinen bisweilen eher selten zu sein. Gerne lästere ich bisweilen über Buchhändler, denen offensichtlich die Fähigkeit des Lesens zu fehlen scheint. Und wirklich schlimm sind die Buchhändler, die mit den unterschiedlichsten – und erkennbar dämlichen – Ausreden ein Buch eben nicht verkaufen, weil es ihnen einfach zu viel Mühe ist.
Aber es gibt auch schöne Erfahrungen, überraschende, ansprechende, Mut machende. So bekam ich letztens eine Mail folgenden Inhalts:

[…] von einem Kunden habe ich soeben einen Flyer der Herbert W. Franke Werksausgabe in die Hand gedrückt bekommen. Sehr schön. Ob er denn die Bücher bei uns bestellen kann, da ich sie ja offensichtlich nicht in unserer Buchhandlung führe. Amazon mag er nicht. Ich auch nicht, deswegen ist die Triebfeder dieses Unterfangens nicht allzu sehr der schnelle Kommerz, sondern vielmehr der Stolz, die offensichtliche Scharte im Ansehen wieder auszuwetzen.
Wir sind seit 1981 eine Spezialbuchhandlung für SF und Fantasy und ich bin über diese Ausgabe selbst noch nicht gestolpert. Zumindest ein klein bisschen peinlich.
Also dem Kunden ein selbstverständlich – wir kümmern uns! – entgegengeschmettert und ihn dann seiner Wege ziehen lassen.
Bei unserem Barsortiment Libri mit mehr als einer Million ständig lieferbarer Bücher bin ich dann leider nicht fündig geworden, im Gegensatz zu Amazon. Da jetzt aber auf dem Flyer der freundliche Satz »Im Buchhandel, im Internet und direkt beim Verlag« prangt, hier meine Frage, ob und zu welchen Konditionen denn eine Belieferung des niedergelassenen Buchhandels vorgesehen ist. […]

Und auf die Frage, ob ich diese Zeilen veröffentlichen dürfe, erhielt ich die Antwort:

Auch wenn das gar nicht beabsichtigt war und eher der Gaul mit mir durchgegangen ist. Ja, das geschieht manchmal einfach so, ohne, dass man sich dagegen zur Wehr setzen könnte.
Freut mich, wenn die Formulierung zur Erheiterung und Freude beigetragen hat. Zitate sind immer okay. Da hab ich weder Angst, noch Scham.

In der Tat las sich das höchst ansprechend. Nicht nur, aber auch, weil Buchhändler selten sind, die überhaupt mehr Zeilen zusammenbringen, als die zum Zustandekommen eines Buchkaufes essenziell notwendigen.

Aber vielleicht hat das Wunder eine einfache Erklärung. Denn der betreffende Buchhändler ist Gerd Eibach von Hermkes Romanboutique, eben einer Spezialbuchhandlung für SF und Fantasy, wie man unschwer auf der Website www.comicdealer.de erkennen kann. Dass mein Verlag und sein Programm – nicht nur die SF-Werkausgabe Herbert W. Franke – gefunden wurde, erfreut natürlich mein Verlegerherz. Da steckt Potenzial drin. Nicht nur literarisches.

Auf den letzten Drücker …

… ist Silvester 2016 noch die 256. Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN des Science Fiction Club Deutschland e.V. (SFCD) fertiggestellt worden. Am gestrigen Neujahrstag hat die Druckerei die Druckdaten und den Druckauftrag erhalten. Nach dem »Brocken« 255 zum BuCon 2016 ist die Ausgabe 256 mit »nur« 100 Seiten erwartungsgemäß schmal(er) ausgefallen.

ANDROMEDA NACHRICHTEN 256
SFCD e.V., Murnau, Januar 2017, 100 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt:
[[Redaxionelles]] Michael Haitel im Interview mit dem Bücherstadt Kurier — Stöbe im Spektrum — Neustart: SF-Personality — Frank Böhmert in Interview mit Michael Schmidt — Angelika Herzog: Pennemünde 2016 [[Conventions]] Uwe Lammers: Abenteuer Buchmesse-Con. Ein Besuch in Dreieich bei Frankfurt am 22. Oktober 2016 — Jürgen Lautner: Olé – wir fahr’n zum Con nach Barcelona. BCon 2016, Barcelona, 3.–6.11.2016 — Jürgen Lautner: Stairway to Heaven. MediKonOne 12.–14.8.2016 — Jürgen Lautner: Aus und vorbei? Die 10. SpaceDays 15.–16.10.2016 [[Fantasy]] mit Beiträgen von Karl Aulbach und Buchbesprechungen von Angelika Herzog, Manuel Bianchi, Jürgen Schnaus, Uwe Lammers und Martina Schiller-Rall [[Zwielicht]] Der Horror in den ANDROMEDA NACHRICHTEN, von Michael Schmidt [[Cinema]] mit Filmbesprechungen von Jörg Krömer [[e:Games]] mit Spielerezensionen von Gerd Frey [[Perry Rhodan]] Robert Hector: Ein kritischer Rückblick auf den Atopen-Zyklus [[Science]] mit Beiträgen von Robert Hector [[Fanzine Kurier]] mit Rezensionen von Holger Marks, Armin Möhle und Irene Salzmann [[Reissswolf]] zusammengestellt von Michael Baumgartner — Deutschsprachige Originalausgaben – mit Besprechungen von Ekkehardt Brux, Andreas Nordiek, Ralf Boldt, Kai Beisswenger, Michael Haitel — Marko Ferst: Abschied von der Welt des Überflusses — Übersetzungen in die deutsche Sprache – mit Besprechungen von Andreas Nordiek, Angelika Herzog und Jürgen Schnaus — Angelika Herzog: Tad Williams’ Otherland [[StoryFiles]] Uwe Lammers: Der Platz der Steine, Teil 2

Das Titelbild stammt von Frank G. Gerigk.

Diese Ausgabe gibt es auch zum Download: http://www.sfcd.eu/download/pubs/an201-300/an256open.zip.

Heiligabend. Ein Rückblick

Ein fauler Tag. Ich habe nur Fotos ausgesucht. Für die Hundekalender. Siehe www.beckinsale.de/archive/3159. Frau hat mitgemacht und wertvolle Anregungen geliefert. Und sonst habe ich nichts gemacht. Rumgehangen. Tagsüber die »Munsters« auf RTLnitro geschaut. Und dann mal das Programm gewechselt. Abends gab es dann »Santa Clause 2« mit Tim Allen, den wir eigentlich nur zur Überbrückung schauen wollten, bis »Stirb langsam« auf Sky Action seinen Anfang nahm. Aber dann blieben wir bei Tim bis zum Ende hängen – und es hat sich gelohnt. Auf jeden Fall für die Stimmung, die dann für (den Rest von) Bruce auf genau dem richtigen Level war.

Und die Geschenke? Wir brauchen wenig. Ein Buch zum Thema »Reiki« für die Holde. Und Gewürzstreuer in hochwertiger Ausführung. Holzbretter für uns beide; ich bin ein notorischer Nichtporzellantellerbrotzeitler, es muss schon Holz sein (und angeblich sind die neuen aus Bambus, das dann auch mal als Holz durchgehen muss). Unterhosen, nein, Freizeithosen in kurz, um genau zu sein; ja, ich brauche so was. Manchmal. Und ansonsten? Ein bisschen Kleinkram. Wie gesagt, wir brauchen wenig. Das meiste haben wir schon.

Und nächstes Jahr? Da haben wir schon festgelegt, dass wir Weihnachten komplett ausfallen lassen. Zur Stressvermeidung :) (Wozu für mich auch gehört, den Weihnachtsbaum nicht mehr schmücken zu müssen …)


Edit 02.01.2017: Zu erwähnen wäre noch das Abendessen, das meine holde Gattin kreierte: Rindsrouladen mit einer leckeren Füllung aus Speck, Zwiebeln, Senf usw., dazu Möhren, und auch außerhalb der Rouladen selbst gab es einfach nur Möhren. Sonst nix. Es gibt die alte Weisheit, dass das Essen am besten schmeckt, wenn es wenig ist – und das hat sich zusätzlich bewahrheitet. Nach den anderthalb Rouladen für jeden von uns hätte ich noch ein oder zwei vertilgen können – aber vermutlich auch nur, weil sie halt nicht da waren <g>.

Weihnachten im Viereckigen

Wenn man sich das Fernsehprogramm am ersten Weihnachtstag, dem bekannten 25. Dezember anschaut, kommt man zu mehreren Erkenntnissen:

  • Wenn ich noch einmal in diesem Leben versehentlich in „Drei Aschennüsse für Hasenbrödel“ zappen muss, werde ich jemandem wehtun. Notfalls mir selbst.
  • Wenn ich dieses Weihnachtsfernsehprogramm unter Vermeidung von Mantrawiederholungssendern wie n-tv, n24, tagesschau24 usw. wie auch unter Vermeidung von Werbepeinlichkeitsverbreitern privater Eigentümer anschaue, bin ich reif für die Klapse. Das tut weh. Notfalls mir selbst.
  • Wenn ich die Lewis-Folge auf ZDFneo heute abend nicht schon kennen würde, würde ich mir diese antun. Und wenn ich „The Jungle Book“ auf Sky nicht in den nächsten Tagen und Wochen noch oft genug anschauen könnte, würde ich mir diesen Film antun.

Tatsächlich werde ich anderes tun:

  • Wenn meine Kopfschmerztablette wirkt und das Weißbier vertilgt ist, werde ich mit den Hundemoizen eine große Runde am Staffelsee machen (dauert ca. zwei Stunden, tut weh, auf jeden Fall mir).
  • Danach werde ich mir unter Vernichtung diverser weiterer Weißbiere die „Black & Chrome“-Edition von „Mad Max: Fury Road“ in feinstem BluRay-HD einpfeifen (tut auch weh, aber nicht mir).
  • Und danach wiederum die 4K-Version von „Jason Bourne“, die ich mir gestern unter den Weihnachtsbaum flattern ließ.
  • Und als Krönung heute abend gibt es die „Helene-Fischer-Show“. (Und wer meinen TV-Konsumgeschmack jetzt bedenklich findet, darf sich gerne still und heimlich in den Bart lästern, ansonsten aber die Fresse halten; sonst tut das weh – und garantiert nicht mir.)

Hoch oder quer – it’s good to be square

Seit einigen Jahren lasse ich für’s neue Jahr Kalender mit Bildern unserer Hunde produzieren. Bilder aus dem dann vergangenen Jahr. Und jedes Jahr sind die Kalender größer geworden – und zahlreicher.

Für 2016 hatten wir zwei A3-formatige Kalender mit Bildern jeweils von Kim und Naomi, exklusiv. Den Kalender von Naomi hatte ich auch Eleni geschickt, die uns die Freude machte, uns Naomi zu überlassen. Und vom dritten Kalender (A4 quer) machte ich zusätzliche Exemplare für meine Mutter, meinen Bruder (nebst Gattin) und meine Schwester (nebst Holdem).

Für 2017 ist das alles zu knapp geworden, also gibt es nur Kalender für uns. Aber … wir haben so viele tolle Bilder von unseren Moizen schießen können, dass es drei Kalender mit Bildern von beiden Moizen gemeinsam geben wird, einen von Kim und drei von Naomi (ja, ich gebe zu, ich bin bei den Aufnahmen ein wenig parteiisch, meinem eigenen Moizchen zugeneigt). Und bei den Formaten … bin ich mir noch nicht sicher. Ich werde heute nachmittag die Bilder hochladen und die Kalender designen, und mindestens einer mit Kim und einer mit Naomi wird von DIN-A2-Format bekommen, wenn Poster XXL – mein traditioneller Kalenderproduzent – das zu vernünftigem Preis anbietet.

»Der hat Probleme …«, meint ihr? Korrekt. Und ich bin froh, dass ich _solche_ Probleme habe – und keine anderen.


Edit 02.01.2017: Jaja, der Freud und sein Freudscher. Die 2016er Kalender hatten DIN-A2-Format, der kleinere immer noch DIN A2. – Ansonsten hat schließlich Cewe den Zuschlag bekommen; PosterXXL hatte nur ein völlig indiskutables Layout anzubieten.